Über Antenne oder das Internet gratis fernsehen

Zwar kann man mit verschiedenen Programmen online gratis fernsehen, sollte dabei aber einige Regeln beachten, da für öffentlich-rechtliche Sender dennoch Rundfunkgebühren anfallen können.

Kabelgebühren und dergleichen können das Fernsehen schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit machen. Dabei muss man immer für das ganze Programmangebot bezahlen, selbst wenn man nur einen Bruchteil davon nutzt. Viele Menschen empfinden das als ärgerlich. Auch ansonsten wäre es natürlich schön, gratis fernsehen zu können. Wer einige Einschränkungen bei der Programmauswahl in Kauf nimmt, kann dies gut im Internet über das so genannte IPTV tun. Dabei werden die Sender direkt online als Livestream übertragen. Um diese empfangen zu können, benötigt man lediglich die passende Zugangssoftware, die teils kostenlos zum Download zur Verfügung steht. Außerdem kann man sich auch den Internetseiten diverser Fernsehsender einige vergangene Sendungen beliebig oft noch einmal gratis ansehen. Insbesondere beliebte Formate der Privatsender, beispielsweise Casting-Shows, werden dort häufig angeboten. In den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender sind vor allem Magazine, Dokumentationen und Polit-Talks zu finden.

Gratis fernsehen bedeutet jedoch nicht, dass man keine Rundfunkgebühren mehr bezahlen muss. Diese werden für den Empfang öffentlich-rechtlicher Sender auf jeden Fall fällig. Wer keinen Fernseher besitzt, muss allerdings nur die günstigeren Gebühren für Radios und Internet-PCs bezahlen. Das liegt daran, dass die gebührenpflichtigen Programme online nur eingeschränkt verfügbar sind. So fehlen in Talkshows beispielsweise oft Videobeiträge, da sie nicht über das Internet übertragen werden dürfen.

Wer lediglich die Gebühren für einen Kabelanschluss sparen möchte, kann auch auf dem Empfang via Satellit oder Antenne umsteigen. Hierbei fallen zwar Rundfunkgebühren in voller Höhe an – wie für jeden Haushalt, in dem ein Fernseher zur Verfügung steht –, es kommen aber keine weiteren monatlichen Kosten hinzu. Je nach regionalem Kabelnetzbetreiber kann man so meist zehn oder mehr Euro im Monat einsparen. Die Anschaffungskosten für die Empfangsgeräte machen sich also im Lauf der Zeit bezahlt. Allerdings dürfen in Mietshäusern teilweise keine Satelliten-Anlagen installiert werden. In diesem Fall bleibt aber immer noch der Empfang über eine DVB-T-Antenne.