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Der Plasma Fernseher: Qualität aus der Forschung

Seit mehreren Jahren sorgen extrem flache Bildschirme in deutschen Wohnzimmern für Furore. Nicht nur der Plasma Fernseher, sondern auch der LCD Bildschirm hat sich fest etabliert und ist immer häufiger anzutreffen.

Wer mit einem Plasma Fernseher das TV-Programm oder DVDs genießt, wird sich wohl kaum Gedanken darüber machen, welch ausgeklügelte Technologie dahinter steckt, die eine brillante Bildschärfe und lebendige Farben ermöglicht.

In der Physik ist das Plasma schon längst bekannt. Unter dieser Bezeichnung versteht man ein Gas, das teilweise ionisiert ist. Es wird sogar als vierter Aggregatzustand bezeichnet. Während die LCD-Konkurrenz, deren Produkte ebenfalls eine sehr weite Verbreitung nicht nur in Deutschland findet, mit Ionenstrahlen oder Flüssigkristallen arbeitet, wird jeder einzelne Punkt durch eine sogenannte Plasma-Entladung erzeugt. Auf den ersten Blick mag sich das sehr nach Sience-Fiction anhören. Ein Gasgemisch explodiert und somit wird der Bildpunkt erzeugt. Diese Art der Technologie bedarf aber auch im Bereich des Geräteaufbaus deutliche Abweichungen zum LCD-Bildschirm.

Zwei Glasscheiben, die auf einander liegen, bilden die Bildfläche. Zwischen beiden Scheiben besteht ein Zwischenraum, der in einzelne Zellen aufgeteilt wurde. Diese Zellen wiederum sind mit Phosphor beschichtet. Zusätzlich wird Xenon, hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus Edelgasen, benötigt. Dieses befindet sich ebenfalls in den einzelnen Zellen. Um nun einen Bildpunkt erzeugen zu können, werden drei sogenannte Subpixel benötigt. Diese haben die Einzelfarben Grün, Blau und Rot. Eine Elektrodenmatrix, das bedeutet ein filigranes Netz aus einer Vielzahl an Elektroden ermöglicht die Ansprache einer jeden einzelnen Zelle. In dem Moment, in dem eine entsprechende Spannung angelegt wird, wird aus dem Gas durch die Ionisierung Plasma. Auf diese Weise erfolgt der Transport von freien Elektronen auf höhere Energieniveaus. Bereits nach kurzer Zeit fallen sie wieder zurück und geben ihre Energie dabei in Form von UV-Licht ab. Wenn nun dieses UV-Licht in den einzelnen Zellen auf die Schichten aus Phosphor trifft, beginnen diese in den Grundfarben, hierbei sind die Farben Blau, Rot und Grün gemeint, zu leuchten. Auf diese Weise ist es möglich, innerhalb von Sekundenbruchteilen eine sehr große Zahl an Bildpunkten zu steuern. Das Zusammenspiel aller Bildpunkte auf dem Bildschirm lässt dann für den Betrachter ein Bild sichtbar werden. Um Bildstörungen durch die elektromagnetische Strahlung zu vermeiden, muss das Licht vor dem Austritt auf der vorderen Glasscheibe einen Filter passieren.

Plasma Fernseher sind eine Meisterleistung modernster Technologien und bieten ein neues visuelles Erlebnis.