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Leica: Deutsches Unternehmen der optischen Industrie

Leica hat seine Bekanntheit als Leica Camera AG, die ihren Sitz in Deutschland hat und sich auf Ferngläser und Fotoapparate spezialisiert hat. Im Jahr 1986 ging sie aus der Ernst Leitz Wetzlar GmbH hervor.

leica
Foto: © sprisi / http://www.pixelio.de

Das Optische Institut von Carl Kellner wurde schon im Jahr 1849 in Wetzlar gegründet und aus dem gingen dann im Jahr 1869 die Ernst Leitz Werke hervor, die wiederum die Ursprünge von Leica waren, dem Hersteller, der sich auf die Fertigung von Fotoapparaten und Ferngläsern spezialisiert hat. Dabei waren es zunächst einmal Mikroskope, die in dem Werk hergestellt wurden. Erst die Firmenübernahme durch den Sohn Ernst Leitz II im Jahr 1920 brachte in den damals wirtschaftlich schweren Zeiten den Beschluss, eine Kleinbildkamera in großer Auflage herzustellen und diese an Hobbyfotografen zu vertreiben. Auf der Basis einer Konstruktion von Oskar Barnack, einem Mitarbeiter von Leitz, wurde eine Kamera gebaut, in die ein typischer 35-mm-Film aus dem Kino, der sogenannte Kleinbildfilm eingespult werden konnte. Diese Kleinbildkamera war dann auch die Urmutter der heutigen Leica Kamera, was natürlich niemand ahnte.

Dank Leica bestand aber seither für Hobbyfotografen die Möglichkeit, eine sehr gute Kamera bei sich zu führen, die dabei auch noch recht klein im Format ist. Bisher waren immer nur Mittelformatkameras in Gebrauch, die mit einem Rollfilm ausgestattet waren oder sogar die Großformatkameras, die für den Gebrauch unterwegs überhaupt nicht geeignet waren. Gerade Künstler und die Elite des Journalismus waren begeistert von den neuen fotografischen Möglichkeiten, denn nun war es möglich, Reportagen mit attraktivem Bildmaterial zu ergänzen. Ein Nachbau der Leica war hier nur eine Frage der Zeit, allerdings war hier nur das Unternehmen Zeiss-Ikon mit dem Modell Contax eine echte Konkurrenz für Leica. Die Leica Ia war damals noch mit einem fest installierten Objektiv versehen, aber schnell kam man darauf, die Objektive mittels Wechselgewinde austauschbar zu machen, was der Leica zu einer Aufwertung zur Systemkamera verhalf. Die sogenannte Schraubleica, wie sie gern genannt wurde, erfuhr bis in die Nachkriegszeit Weiterentwicklung und so war es die Baureihe M der Leica, die seit 1954 gebaut wurde und bei der nicht mehr geschraubt wurde für den Objektivwechsel, sondern so mittels sogenannten Bajonett ein sehr schneller Wechsel der Objektive möglich wurde. Das „M“ in der Leica M steht auch gleichzeitig für den Messsucher, der nun eingebaut war und der eine scharfe Einstellung und Komponierung des Bildes möglich machte. Bis in die 1970er Jahre arbeitete die Leica noch ausschließlich mechanisch und erst zu dieser Zeit war die Leica R mit Automatikfunktionen erhältlich.