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Möglichkeiten für billige Rückprojektion

Durch billige Rückprojektion beleuchtet man die Leinwand nicht von vorne, sondern von hinten. Das Bild ist dann schärfer und natürlicher. Dabei gibt es allerdings ein paar Hürden zu überwinden.

Trotz großer, flacher Fernseher mit moderner LCD- oder Plasmatechnik gilt immer noch: Kein richtiges Heimkino ohne Projektor. Dabei braucht man keineswegs einen sündhaft teuren Kinoprojektor - ein normaler Beamer reicht auch. So lassen sich auf billigem Wege Bildschirmdiagonalen von mehreren Metern erreichen. Doch oft stört der Beamer wegen der Lauten Geräusche und des Lichtstrahls, sodass man früher oder später auf die Idee kommt, die Leinwand einfach von hinten zu beleuchten.

Nach dem kurzen Moment der Euphorie, den man durch den Gedankenblitz erlebt, stellt sich schnell die Ernüchterung ein. Spätestens, nachdem man feststellt, dass das Bild dann spiegelverkehrt ist. Doch man braucht das Rad nicht neu zu erfinden, weil man das Projizieren auf die Leinwand von hinten längst auch unter dem Namen billige Rückprojektion kennt.

Die meisten Beamer haben sogar eine entsprechende Menüfunktion, die das Bild spiegelverkehrt wendet. Außerdem braucht man für billige Rückprojektion eine geeignete Leinwand, die keine auffällige innere Struktur im Gewebe hat und genügend Licht hindurchlässt. Die Lautsprecher kann man auch nicht mehr hinter der Leinwand positionieren, sodass diese ein neues Plätzchen finden müssen.

Hat der Beamer keine entsprechende Funktion, gibt es noch drei Möglichkeiten: Entweder man kauft ein zusätzliches Gerät, welches das Bild umdreht oder man verwendet nur noch einen Computer als Player. Hier lässt sich die Bildschirmausrichtung problemlos anpassen. Beide Lösungen sind jedoch nicht immer zufriedenstellend, weil die Zusatzhardware nur mit bestimmten Auflösungen arbeitet und zu Qualitätsverlust führt. Computer müssen hochgefahren werden, bevor man sie benutzt. Deshalb greifen viele auf eine einfache, aber effektive Lösung zurück: Man projiziert das Bild nicht in Richtung der Leinwand, sondern senkrecht dazu. Ein Spiegel lenkt die Strahlen dann um 90 Grad um und sorgt ganz nebenbei für das spiegelverkehrte Bild. Mit dieser Methode braucht man auch weniger Platz hinter der Leinwand, sodass man in kleinen Räumen noch größere Bilddiagonalen erreicht.

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