Objektive: Lichtstärke und Qualität entscheiden

Die zunehmende technische Entwicklung macht auch bei Kameras und deren Zubehör nicht halt. Ständig kommen leistungsstärkere und ausgereiftere Objektive auf den Markt. Wo aber liegen die Unterschiede?

In der Anschaffung von Kameraobjektiven gibt es enorme Unterschiede in Qualität und Preis. Zunächst einmal sollte man sich darüber im Klaren sein, was konkret benötigt wird. Vieles, was Objektive zu leisten vermögen, ist auch durch eine spätere Bildbearbeitung möglich, ohne dass dabei ein erheblicher Qualitätsverlust entsteht. Sicherlich können aber auch die besten Bildbearbeitungsprogramme keine Weitwinkel-, Tele- oder gar lichtstarke Objektive wie beispielsweise ein 1:1,2 ersetzen. Bei Letzterem entspricht die Lichtstärke fast der des menschlichen Auges. Hier lassen sich also ohne Blitz auch in der Dämmerung Aufnahmen realisieren, die mit einem Normalobjektiv nicht möglich wären. Ebenso geraten Portraitaufnahmen mit diesem Objektiv in geschlossenen Räumen ohne zusätzliche Beleuchtung wesentlich natürlicher als unter Verwendung von künstlichem Licht. Dafür ist es aber auch eines der teuersten Objektive. Unverzichtbar selbst für den klassischen Hobbyfotografen sind ein Weitwinkel- sowie ein Teleobjektiv. Auch hier richtet sich der Preis nicht nur nach der Zoomqualität oder der Größe des Winkels, sondern vor allem wieder nach der Lichtstärke des Objektivs, wobei diese zusätzlich beim Tele durch einen Konverter vergrößert werden kann. Einige Objektive verfügen darüber hinaus zusätzlich über eine Makrofunktion, die extreme Nahaufnahmen – beispielsweise von Insekten – ermöglicht. Dies alles schlägt sich natürlich im Preis nieder, wobei man auch hier bedenken sollte, dass ein Markenobjektiv mit Sicherheit die optimale Kompatibilität zu einer Kamera der gleichen Marke besitzt. Ein so genanntes „No-Name-Produkt“ erfüllt allerdings auch seinen Zweck, es kommt eben auf den Anspruch an. Heutzutage besitzen die meisten Objektive zusätzlich noch einen optischen Stabilisator, der ein „Verwackeln“ der Bilder verhindert. Jedoch ist hier vor dem Kauf zu prüfen, ob die eigene Spiegelreflexkamera überhaupt die nötige Grundfunktion dafür besitzt, was allerdings bei den neueren Modellen fast immer der Fall ist. Einige Apparate unterstützen jedoch diese Funktion nur bei bestimmten Objektiven, daher sollte man immer die Herstellerangaben beachten. Gleichzeitig steht es natürlich außer Frage, dass das Objektiv über die gleiche Verschlusstechnik verfügen muss wie die Kamera.