Ein schnurloses Telefon bedeutet Komfort

Schnurlose Telefone sind beliebt, wie nie zuvor. Doch kaum jemand kennt die Technik wirklich und weiß, wie ein schnurloses Telefon funktioniert und was es beim Kauf zu beachten gilt.

Ein schnurloses Telefon verhält sich nach Außen - also ins Telefonnetz hinein - wie ein normales Festnetz-Telefon. Es besteht aus zwei Teilen: Dem Mobilteil und der Basisstation, während man sich mit dem Mobilteil frei im Haus bewegen kann und die Basisstation an das Telefonnetz angeschlossen ist. Bei einem Gespräch kommuniziert die Basisstation über Funk mit dem Mobilteil, wobei man meistens mehrere Mobilteile verwendet. Ferner unterscheidet sich ein schnurloses Telefon vom Handy, indem das Schnurlostelefon nur mit der Basisstation kommuniziert. Das Handy kommuniziert mit dem Sendemast und ist deshalb ohne zusätzliche Hardware im Stande, Gespräche zu führen. Obwohl die Techniken völlig unterschiedlich sind, sehen Handys den Mobilteilen oft zum verwechseln ähnlich.

Damit man auch Basisstationen und Mobilteile unterschiedlicher Fabrikate kombinieren kann, wurde der DECT-Standard eingeführt, nach dem die meisten Schnurlostelefone arbeiten. Er regelt den Datenverkehr und die Sendeleistung, sodass man sich mit dem Mobilteil problemlos bis 30 Meter von der Basisstation entfernen kann. DECT ist der Nachfolger der beiden Standards CT1+ und CT2, deren Betriebserlaubnis allerdings zu Anfang dieses Jahres abgelaufen ist, weil die Basisstationen das Handynetz stören.

DECT wird sehr stark kritisiert, weil die Sendeleistung mit 250 Milliwatt sogar höher als jene von Handys ist, obwohl die zu überbrückende Strecke viel kleiner ist. DECT stört auch manche Elektrogeräte beziehungsweise wird durch viele Elektrogeräte gestört. So kommt es zu Bildproblemen beim Satellitenfernsehen und Störungen beim Radioempfang oder WLAN. Wenn man während des Gespräches eine Mikrowelle einschaltet kommt es manchmal sogar zu Verbindungsabbrüchen.

Aus diesem Grund arbeiten qualitativ hochwertige Telefone über Bluetooth oder WLAN, welches für VoIP-Anwendungen, also Gesprächsübertragung per Internet besonders gut geeignet ist. Mit manchen Schnurlostelefone, die mit dieser Technik arbeiten, kann man sogar über Skype kommunizieren und Gespräche so kostenlos über das Internet führen, sofern das Ziel ebenfalls Skype verwendet.

Im Gegensatz zu DECT sind diese Techniken strahlungstechnisch weitgehend bedenkenlos, insbesondere das Bluetooth. Eine Bluetooth-Basisstation kann auch mit dem Handy zusammenarbeiten und die Gespräche dann über das Festnetz weiterleiten.

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