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Schnurlose Telefone sind heute sehr verbreitet

Eine Entwicklung, die durch die Erfindung des Telefons durch Alexander Graham Bell im Jahre 1876 begann, nahm durch schnurlose Telefone Ende der achtziger Jahre ihre natürliche Fortsetzung.

Die Geschichte des Telefons begann früher, als die meisten annehmen werden: Bereits im Jahr 1670 versuchte Samuel Morland erstmals, Sprache über weitere Entfernungen zu übertragen. Als technische Hilfsmittel dienten ihm dabei Instrumente, die von ihrer Form her an Trompeten erinnerten. Erst rund 100 Jahre später wurde das Konzept von Johann Heinrich Lambert erneut aufgegriffen, konnte sich aufgrund der hohen Störanfälligkeit aber nicht etablieren. Lediglich in der Schifffahrt fanden die sogenannten Sprechrohrleitungen als Kommunikationsmittel innerhalb der Crew Einsatz.

Einen ersten ernsthaften Ansatz verfolgte dann schließlich Samuel Finley Morse im Jahre 1837. Wie der Name bereits vermuten lässt, konstruierte der US-Amerikaner den ersten Morsetelegraphen der Welt. Erstmals wurden damit elektrische Leitungen zur Übermittlung von Signalen eingesetzt - ein Konzept, auf dem auch das spätere Telefon beruht. Es folgten zahlreiche Versuche und Erfindungen diverser Tüftler und Bastler, die das Versuchsstadium im Labor allerdings nie verließen. Erst Alexander Graham Bell brachte 1876 die nötigen Mittel auf, erstmals einen funktionierenden Telefonapparat zur Marktreife zu bringen. Das Telefon war geboren!

Es folgte eine stetige Weiterentwicklung der Apparatur, und sowohl in den USA als auch in Deutschland wurden immer neue Erfindungen gemacht. Doch obwohl Komfort und Sprachqualität immer weiter verbessert wurden, hielt sich über die Jahrzehnte hinweg ein Nachteil ziemlich hartnäckig: Die Schnurgebundenheit. Schnurlose Telefone waren im frühen 20. Jahrhundert noch Zukunftsmusik.

Das änderte sich erst Mitte der 1980er Jahre. Mit der Entwicklung der Funkstandards CT1 und CT2 ging die Möglichkeit einher, Telefone in eine Basisstation und ein mobiles, schnurloses Handgerät aufzuteilen. Eine neue Art des Telefonierens war geboren: Telefone konnten fortan in einem Umkreis von fast 200 Metern um die Basisstation genutzt werden. Es folgte die Weiterentwicklung des Funkstandards zur DECT-Technik. Achtung: CT1 und CT2 sind seit Januar 2009 gesetzlich verboten! Wer dennoch auf derartigen Standards beruhende alte Telefone nutzt, kann mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro belegt werden!