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Strahlungsarme Telefone sind das kleine Übel

Wenn man schon nicht auf den Komfort eines mobilen Telefons verzichten will, bieten sich besonders strahlungsarme Telefone als kleines Übel an.

Schnurlose Telefone gibt es für das Festnetz und das Mobilfunknetz. Jene für das Fenstnetz arbeiten meist nach dem DECT-Standard, während Handys per GSM mit ihren Sendemasten kommunizieren - prinzipiell eine komfortable Technik mit nur einem Haken: Der Strahlenbelastung. Die ist nicht zu unterschätzen und steht inzwischen im dringenden Verdacht, tatsächlich gesundheitsschädlich zu sein. Elektromagnetische Strahlung ist im Prinzip ungefährlich, wird bei der Übertragungstechnik allerdings bedenklich, weil Frequenzen aus dem Mikrowellenbereich in Einsatz sind. Wer es dennoch nicht lassen kann, sollte deshalb strahlungsarme Telefone verwenden.

Bei Handys erkennt man die Strahlungsintensität am sogenannten SAR-Wert. Er gibt an, wie viel Energie von einem Kilogramm Körpergewicht aufgenommen wird, wenn es mit dem Telefon in Kontakt ist. Normale Handys haben SAR-Werte zwischen einem Watt pro Kilogramm Körpergewicht bis zu zwei Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Wenn man im Laden allerdings fragt, ob auch besonders strahlungsarme Telefone zum Verkauf stehen, bekommt man auch Angebote unter einem halben Watt pro Kilogramm Körpermasse. Solche Telefone kosten meistens nicht einmal nennenswert mehr Geld.

Der andere Typ von Drahtlostelefonen kommuniziert nicht mit einem Sendemast, sondern mit einer Basisstation, die nicht weiter als 30 Meter entfernt steht. Dennoch hat der verwendete DECT-Standard unverhältnismäßig hohe Strahlungsemissionen. Er ist der Nachfolger des CT1+ und des CT2-Standards, welcher in Deutschland seit Anfang des Jahres 2009 nicht mehr zugelassen ist, weil das Handynetz dadurch gestört wird. Die Sendeleistung eines DECT-Telefons liegt bei maximal 250 Milliwatt, also nicht weit unter der eines Handys. Inzwischen sind neue Systeme verfügbar, die mit Bluetooth oder WLAN arbeiten und nur einen Bruchteil der Strahlungsbelastung von DECT aufweisen. Fernen können Mobilteile mit Bluetooth auch durch Handys mit entsprechender Software simuliert werden, sodass Handygespräche in den eigenen vier Wänden automatisch über das Festnetz abgewickelt werden, anstatt das teure Mobilfunknetz zu benutzen.

Vor der Strahlung von drahtlostelefonen und Handys kann man sich auch schützen, indem man ein Headset verwendet. Dadurch muss man das Telefon nicht ans Ohr halten, sodass das Gewebe nicht erwärmt wird - am besten ist die Kombination: Strahlungsarme Telefone und Headset ergeben zusammen nur eine Minimalbelastung.