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Benzinkettensäge - heute ein Muss für den Waldarbeiter

Die Benzinkettensäge ist aus der Forstwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Auch der private Holzverbraucher will sie nicht missen. Für die Motorsäge gibt es Unfallverhütungsvorschriften, auch für den Privatmann.

Die Benzinkettensäge ist das klassische Handwerkszeug sowohl für den Forstarbeiter als auch für den Privatmann, der ein Baumgrundstück sein Eigen nennt oder sein Holz für den heimischen Kamin selbst zusägt. Der Antrieb mit einem Benzinmotor garantiert Bewegungsfreiheit. Da die Säge in jeder Lage betrieben werden soll, muss der Motor entsprechend ausgerüstet sein. Auch wenn er "auf dem Kopf" steht, muss er ohne Unterbrechung seine Leistung erbringen. Die erste benzinbetriebene Motorsäge konnte dies noch nicht. Die 1927 von dem Hamburger Unternehmen Dolmar - benannt nach dem Berg Dolmar im Thüringer Wald, wo sie zum ersten Mal präsentiert wurde - serienmäßig hergestellte Säge konnte nur senkrechte Schnitte durchführen. Schon ein Jahr früher hatte der Unternehmer Stihl eine Motorsäge mit Elektromotor gebaut, die auf Ablängplätzen mit Stromversorgung eingesetzt werden konnte.

Die technische Lösung für die heute gebräuchliche Ein-Mann-Benzinkettensäge kam aus dem Flugzeugbau. Auch dort hatte man das Problem, dass ein Flugzeug enge Kurven und Steigungen fliegen sollte, ohne dass der Motor aussetzte. Hierfür wurde der Membranvergaser entwickelt. Ende der 1950er Jahre fand dieser Vergaser seinen Einsatz in der Kettensäge. Damit war eine erhebliche Produktivitätssteigerung in der Forstwirtschaft möglich. Die damit einhergehende gesteigerte Nachfrage nach Kettensägen führte zu günstigeren Produktionskosten. Dadurch wurde die Motorkettensäge auch für den Privatanwender erschwinglich; sie findet sich heute in vielen Haushalten, die Holz als Brennstoff benutzen.

Dem Unfallschutz kommt wegen der frei laufenden Sägekette große Bedeutung zu. So muss die Säge für Zweihandbedienung ausgelegt sein. Ein Handschutz schützt die Hand für den Fall, dass die Kette reißt. Die Kette muss in Sekundenbruchteilen abgebremst werden, wenn sie durch Sägegut blockiert wird und es zum Rückschlag der Säge kommt. Die Säge soll am Holz fixiert werden, damit sie nicht unkontrolliert ausschlägt. Für Forstarbeiter gelten spezielle Unfallverhütungsvorschriften. In jedem Falle sollte, auch vom Privatanwender, die vom Sägenhersteller angegebene persönliche Schutzausrüstung getragen werden.

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