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Die Säulenbohrmaschine als professionelle Alternative

Es gibt viele Arten von Bohrmaschinen, doch mit einer Säulenbohrmaschine erzielt man die höchste Qualität hinsichtlich Genauigkeit und Materialbelastung.

säulenbohrmaschine
Foto: © Andrea Kusajda / http://www.pixelio.de

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Material zu bearbeiten. Man kann es sägen, schneiden, fräsen, drehen, biegen oder bohren. Die meisten Heimwerker verwenden für letzteres eine Handbohrmaschine, was in der Industrie oder größeren Werkstätten aber zu keiner ausreichenden Qualität führt. Für ein genaues Bohrloch, welches keine Verspannungen, einen gleichmäßigen Radius und eine ebene Oberfläche aufweist, benötigt man eine Säulenbohrmaschine.

Sie ist im Gegensatz zur Handbohrmaschine nicht mobil aber sehr leistungsfähig und wird deshalb vor allem in der Metallbearbeitung in Werkstätten verwendet. Auf dem so genannten Bohrtisch kann man das Werkstück mit Hilfe von Schraubzwingen fixieren und bohrt senkrecht von oben hindurch.

Das rotierende Ende der Maschine bezeichnet man als Pynole. In die steckt man einen Bohrer oder Bohrfutter hinein und es hält dann nach dem Prinzip des Haftkegels. Dank der Stabilität und Kraft einer Standbohrmaschine kann sie auch mit Gewinde-Schneidern umgehen.

Bei Standbohrmaschinen unterscheidet man zwischen einfachen Geräten und Bohrstationen. Die letzteren unterstützen zum Beispiel auch automatischen Vorschub, der manchmal sogar druckabhängig eingestellt werden kann, während der Bohrer bei einfachen Maschinen über einen Hebel und Muskelkraft in das Werkstück gedrückt wird. Aufwändigere Bohrstationen können auch selbstständig, nach Eingabe eines Programms mehrere Löcher bestimmter Tiefe nacheinander bohren und sind im Aufbau einer CNC-Fräse sehr ähnlich.

Die meisten Standbohrmaschinen verfügen über ein stufenloses Getriebe, so dass man die Drehzahl mit einem Hebel einstellen kann. Dies ist allerdings nur im laufenden Betrieb möglich. Ältere oder kleine Modelle arbeiten noch mit Riemengetrieben, die man bei einer anstehenden Änderung der Geschwindigkeit öffnen muss, um den Riemen umzustellen.

Der Motor ist fast immer ein Drei-Phasen-Wechselstrommotor, so dass man zum Betrieb eine Starkstrom-Steckdose benötigt. Diese Technik ermöglicht aber auch eine Geschwindigkeitsanpassung über eine Frequenzänderung bei der Versorgungsspannung für den Motor oder durch den Einbau eines Motorschalters mit zwei Geschwindigkeiten. Solche Schalter sind inzwischen Standard. Ferner braucht jede Säulenbohrmaschine einen Hauptschalter, der die komplette Maschine vom Stromnetz trennt, und einen Not-Ausschalter.