Feuchtigkeitsmessgerät für Wände: hilfreiche Technik

Messen, bevor der Schimmel blüht - ein Feuchtigkeitsmessgerät für Wände hilft, das Problem feuchter Stellen in der Wohnung frühzeitig zu erkennen. Ungesunde Schimmelbildung kann so schon im Vorfeld verhindert werden.

feuchtigkeitsmessgerät für wände
Foto: © Marko Greitschus / http://www.pixelio.de

Um einer Schimmelbildung rechtzeitig entgegenzuwirken, sollten insbesondere Außenwände regelmäßig auf Feuchtigkeit kontrolliert werden. Stehen Sofa, Kommode oder Schrank zu dicht an der Wand, kann die Feuchtigkeit nicht richtig verdunsten und erste Stockflecken entstehen. Hat sich der Schimmel erst ausgebreitet, können schnell gesundheitliche Beeinträchtigungen folgen. Die nachträgliche Entfernung von Schimmel ist mühsam und häufig nicht von Erfolg gekrönt. Haben sich die Sporen bereits in das Mauerwerk oder den Wandputz eingenistet, helfen oft nur noch drastische Maßnahmen: Befallene Mörtelschicht abtragen und die Wand an den entsprechenden Stellen neu verputzen. Um diese zeit-, schmutz- und kostenintensiven Maßnahmen zu vermeiden, sollte das Raumklima in Wohnungen regelmäßig kontrolliert werden.

Ein Feuchtigkeitsmessgerät für Wände (Hygrometer) ist dafür das ideale Messgerät und ab etwa 20 Euro im Fachhandel oder in gut sortierten Baumärkten zu erstehen. Ob elektronisch mit digitaler Anzeige oder als mechanisches Gerät ist dabei in der Regel unerheblich und reine Geschmacksache. Auch das tatsächliche Messverfahren hat keinen Einfluss auf die Qualität der Messung. Synthetische Faser, Naturhaar oder eine Spirale schneiden bei einem Vergleich gleich gut ab. Wer sich für ein mechanisches Feuchtigkeitsmessgerät für Wände entscheidet, sollte dieses jedoch vor dem ersten Gebrauch kalibrieren, also den Zeiger neu einstellen - ähnlich wie bei einer Waage. Mithilfe eines nassen Lappens lässt sich dies gut bewerkstelligen und es empfiehlt sich, diese Neujustierung alle sechs Monate zu wiederholen. Ebenso wie beim Transport kann sich der Zeiger im Laufe der Zeit verstellen und liefert falsche Ergebnisse.

Doch Hygrometer werden nicht nur zur Vorbeugung eingesetzt. Ist schon Schimmelbefall vorhanden, lässt sich mit Hilfe einer Feuchtigkeitsmessung die Ursache besser einschätzen. Denn häufig ist der Schimmelbefall das Ergebnis von Oberflächenfeuchte, die durch das Wohnen in den Räumen mit ungenügendem Lüften entsteht, und nicht etwa die Folge feuchter Bauteile, bei denen die Feuchtigkeit eher von außen in das Mauerwerk eindringt.