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Ein steuerfreies Einkommen mit Freibeträgen sichern

Auf viele Einkommen in abhängigen Berufen oder bei Selbständigen werden Steuern erhoben. In einigen Fällen wird jedoch der sogenannte Steuerfreibetrag ausgenutzt, in dessen Grenzen keine Steuern fällig werden.

Die Steuerfreigrenze oder der Steuerfreibetrag wurde eingerichtet, um gering verdienende Menschen vor einer zusätzlichen Belastung zu schützen. Dabei wurde ein bestimmter Betrag festgesetzt, der in einem Jahr verdient werden kann, ohne Steuern zu bezahlen. Die sogenannten Minijobs fallen grundsätzlich in diesen Bereich, da dort nur ein geringer pauschaler Betrag im Monat verdient werden kann und somit die Freigrenze nicht überschritten wird. Ebenso gilt der Freibetrag für freiberufliche Personen, die im Jahr unter dieser Grenze bleiben. Grundsätzlich sind alle Einkommen von abhängig beschäftigten Personen und Selbstständigen steuerpflichtig. Ebenfalls gehören die Einkommen aus Kapitalerträgen, wie beispielsweise Aktien, zu den steuerpflichtigen Erträgen. Ausnahmen sind lediglich die Verdienste, die den Freibetrag im Jahr nicht überschreiten. Meist handelt es sich bei den Einkommen, die in diesen Freibetrag fallen, um Zuverdienste für die Aufbesserung des Lebensunterhaltes oder als Nebenjobs für Studenten oder Schüler. Wird ein steuerpflichtiges Einkommen durch solche Jobs aufgebessert, kann es vorkommen, dass der Freibetrag angerechnet wird. Minijobs, die über eine Lohnsteuerkarte abgerechnet werden, bleiben meist für den Arbeitnehmer steuerfrei, der Arbeitgeber muss stattdessen einen pauschalen Betrag entrichten. Grundsätzlich wird jedoch das gesamte Einkommen betrachtet, das erst besteuert wird, wenn der Freibetrag überschritten wird.

In einigen Fällen kann der Steuerfreibetrag auch überschritten werden und das Einkommen bleibt dennoch steuerfrei. Berücksichtigt werden neben dem Einkommen auch sämtliche absetzbaren Werbungskosten, die als Aufwand zur Erbringung des Einkommens gesehen werden. Fallen dementsprechende Kosten an, wie beispielsweise Fahrten zum Arbeitsort, können diese bei der Finanzbehörde geltend gemacht werden. Eventuell gezahlte Steuern werden dann wieder zurückerstattet. Der Steuerfreibetrag gilt nicht nur für Erwachsene, die im Berufsleben stehen. Auch Kinder und Rentner werden bei diesem Freibetrag berücksichtigt. Kinder können im Normalfall kein Einkommen erzielen, doch sie können beispielsweise durch vererbte Geldanlagen Zinsen erhalten. Für diese Zinsen wird ebenfalls der Freibetrag angewendet und erst bei einer Überschreitung dieses Betrages wird das Einkommen steuerpflichtig. Bei Rentnern kann beispielsweise durch einen Nebenverdienst die Rente aufgebessert werden. Auch hier wird der Freibetrag angewendet.

Neben dem festgeschriebenen Steuerfreibetrag gibt es noch weitere Freibeträge, die ein Einkommen ermöglichen, welches steuerfrei bleibt. Dies betrifft vor allem ehrenamtliche Tätigkeiten und Übungsleiter bei Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen. Für diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde vom Gesetzgeber ebenfalls ein Freibetrag vorgesehen, der für eine gezahlte Aufwandsentschädigung gilt. Dieser Freibetrag gilt dann nur für die erhaltene Aufwandsentschädigung und kann nicht auf das übrige Einkommen angewendet werden. Die Freibeträge können sich je nach aktueller gesetzlicher Regelung verändern. Die geltenden Beträge können bei den zuständigen Behörden oder bei Steuerfachleuten erfahren werden.

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