Hinzuverdienstgrenze für Rentner und Vorruheständler

Grundsätzlich ist es möglich, zusätzlich zur regulären Rente noch weiter Geld hinzuzuverdienen. Bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze bleiben diese Beträge auch komplett anrechnungsfrei.

Die Grenze für den Zuverdienst beschreibt die Höhe der Einnahmen, die ein Rentner zusätzlich zu seinen Rentenbezügen hinzuverdienen darf. Übersteigt der Zuverdienst die Grenze, so kann es zu Einschränkungen bei der Rentenzahlung kommen. Eingerichtet wurden diese Grenzen für Rentner, die vor dem Regelalter in den Ruhestand gehen. So soll vermieden werden, dass das soziale Netz mit zusätzlichen Kosten belastet wird. Ist absehbar, dass der Zuverdienst über die Grenze hinausgeht, kann gleich zu Beginn eine Teilrente beantragt werden. Diese Option dient dazu, den Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu erleichtern und keinen zu starken Bruch in den Alltag zu bringen.

Die Grenze liegt bei einem jährlichen Betrag von 5.600 Euro. Der Rentner darf monatlich bis zu 400 Euro verdienen, ohne dass seine Rentenbezüge gekürzt werden. Zweimal im Jahr dürfen diese 400 Euro auch überschritten werden, jedoch nur bis zu dem Betrag von 800 Euro. Hierbei wird die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld berücksichtigt. Für die Berechnung wird das Bruttogehalt genutzt. Wer gleich zu Beginn eine Teilrente beantragt, muss auch hier die Grenzen beachten. Wie hoch sie sind, wird jedoch individuell festgelegt. Unter Zuverdienst aus einem Einkommen wird nicht nur das Gehalt aus einer abhängigen Beschäftigung gezählt. Auch Zahlungen aus Vorruhestandsgeldern oder Betriebsrenten zählen dazu. Nicht einberechnet wird dagegen die Zahlung von Geld zur Pflege eines Angehörigen.

Neben dem Wunsch, trotz des erreichten Rentenalters noch etwas im Beruf aktiv zu bleiben, ist nicht selten auch eine zu geringe Rente der Grund, dass ein Zuverdienst notwendig wird, um die laufenden Kosten zu decken oder sich ein kleines Extra zu gönnen. Eine zu geringere Rente kann verschiedenen Faktoren geschuldet sein. Eine Aufstockung durch verschiedene Sozialleistungen ist zwar grundsätzlich möglich, wird aber von den meisten Rentnern aus Stolz abgelehnt. So machen sie sich auf die Suche nach der Möglichkeit, noch einen kleineren Betrag zusätzlich zu verdienen und somit ihren Lebensunterhalt weiterhin aus eigener Kraft zu bestreiten. Dass ein Teil dieser Einnahmen durch die Zuverdienstgrenze geschützt ist, stellt für den Rentner einen großen Vorteil dar.

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