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Das aktuelle Rentenniveau im historischen Vergleich

Um eine Bewertung der gegenwärtigen Rentenhöhe vornehmen zu können, ist nicht nur ein Vergleich zu anderen Ländern, sondern auch zu früheren Generationen immer nützlich und erforderlich.

Wie hoch oder wie niedrig die Rente wirklich ist, das ist immer relativ. Je nachdem womit man die aktuellen Rentenbezüge vergleicht, stellt sich eine ganz unterschiedliche Beurteilung ein. Verglichen mit einem Großteil der Weltbevölkerung ist beispielsweise die deutsche Rente ziemlich hoch. Vergleicht man die Durchschnittsrente eines normalen Bürgers mit dem Alterseinkommen der "oberen Zehntausend", ist der Rentensatz eher gering. Doch ganz abgesehen von den konkreten Einzelzahlen sind auch verschiedene weitere Komponenten für einen Rentenvergleich mit zu beachten. So macht es letztendlich natürlich einen Unterschied, wie es neben den laufenden Renteneinnahmen um die übrige finanzielle Absicherung aussieht. Sind etwa größere Vermögenswerte in Form von Wohnbesitz und anderen Immobilien, in Gestalt von Ersparnissen oder Aktienfonds vorhanden, ergibt sich noch einmal ein anderes Bild.

Aufschlussreich kann an dieser Stelle auch eine historische Bestandsaufnahme sein, wie es um die finanzielle Absicherung früherer Generationen in der Geschichte aussah. Gleichzeitig ist dabei auch zu berücksichtigen, wie der jeweilige soziale Kontext und die gesamtgesellschaftliche Situation im Blick auf die Altersversorgung einzuschätzen sind. So hat etwa das Einkommen eines alleinlebenden älteren Menschen einen anderen Stellenwert, als die Einnahmen von jemand, der (wie früher häufiger der Fall) eingebunden in einen größeren Familienverbund lebt. Im historischen Vergleich lassen sich daher über die finanzielle Absicherung von Rentnern und die Bedeutung des jeweiligen Rentenniveaus nicht immer schnelle Aussagen treffen.

Solche Überlegungen sind für aktuelle Debatten über Rentensätze und die Frage der persönlichen Rentenvorsorge zwar eher theoretischer Natur, können aber trotzdem für die prinzipielle Herangehensweise eine richtungsweisende Rolle spielen. Nicht zuletzt für die Betrachtung, wie generell eine finanzielle Altersvorsorge anzugehen ist, können sich daraus weiterführende Ansätze ergeben. Einen zentralen Punkt in der öffentlichen Diskussion stellt dabei immer wieder auch die Verhältnisbestimmung zwischen staatlichen und privaten Vorsorgemechanismen dar. Wie hoch oder wie niedrig das durchschnittliche Niveau von Renteneinnahmen aus gesetzlichen oder privaten Vorsorgemaßnahmen ist, kann daher ebenfalls einen gesonderten Blick wert sein. So gibt es eine Fülle von Einzelaspekten, die für die Beantwortung der Frage relevant sind, wie ein Renteneinkommen in seiner Größenordnung einzuschätzen ist. Nicht zuletzt wer in jungen Jahren vor der Frage steht, wie eine persönliche Vorsorge am besten einzurichten ist, sollte sich mit derartigen Fragen frühzeitig auseinandersetzen. Wie allerdings die Situation in zwanzig oder vierzig Jahren ist, lässt sich vom heutigen Standort aus nur ausgesprochen vage abschätzen.

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