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Fondsgebundene Riester-Rente: Das Risiko trägt der Kunde

Neben der klassischen Riester-Rente gibt es noch die fondsgebundene Rente, die im Vergleich zur herkömmlichen sowohl Vor- als auch Nachteile in sich birgt. Auf einiges ist zu achten.

Die Riester-Rente gehört zur dritten Säule der Altersvorsorge und ist eine staatlich geförderte Rentenversicherung. Sie wurde mit der Rentenreform 2000/2001 eingeführt und wird über die §§ 10a, 79 ff. Einkommensteuergesetz geregelt. Für die Riester-Rente gelten einige Eigenschaften. Diese sind eine lebenslange Rente in gleicher oder steigender Höhe und die Pfändungssicherheit des Sparkontos während der Ansparphase. Des Weiteren werden zu Beginn des Auszahlungszeitraums mindestens die eingezahlten Beiträge zugesichert. Das Kapital kann zum Zwecke der Beschaffung oder Herstellung eigenen Wohnraums beliehen werden oder zu 100 % dazu genutzt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung gibt es seit 2008 nicht mehr.

Außer der klassischen Riester-Rente existiert noch die fondsgebundene. Diese verspricht höhere Renditen als die klassische, da das angesparte Kapital und die staatlichen Zulagen in Investmentfonds investiert werden. Diese Fonds kann der Kunde individuell zusammengestellten. Bei dieser Form ist das Kapital eine Zeit lang festgelegt, kann also nicht sofort beliehen werden. Die höheren Renditen sind jedoch auch mit einem höheren Risiko für die Anleger verbunden. Der Kunde kann zwar wählen, in welche Fonds er investieren will, ist aber vom Wissen des jeweiligen Anlegers abhängig. Auf der anderen Seite müssen diese höheren Gewinne nicht versteuert werden. Dazu kommen die staatliche Förderung und die Steuerrückerstattung, weil die Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden können.

Das höhere Risiko geht zulasten des Kunden, jedoch gibt es bereits Verträge, die mindestens die eingezahlten Beiträge und die Zulagen garantieren, auch wenn sich der Kurs der Aktien mal verschlechtern sollte. Die Investierung in Fonds ist eine relativ sichere Sache, wenn man Mischfonds nimmt. Diese beinhalten sowohl sichere, aber dividendenschwache und auch risikoreiche, aber auch dividendenstarke Aktien. Auf diese Weise erreicht der Anleger einen höheren Gewinn und das Geld ist einigermaßen sicher angelegt. Vor dem Abschluss eines solchen Vertrages sollte man sich aber umfangreich von einem unabhängigen Fachmann beraten lassen. Im Laufe der Ansparzeit kann der Versicherte jederzeit die Fonds wechseln oder diese regelmäßig überprüfen lassen.

Es gibt auch Verträge, die je nach Restlaufzeit nur einen bestimmten Prozentsatz des Vermögens in Aktien investieren. So sind es z. B. bei 12 Jahren Restlaufzeit noch 100 %, bei 10 Jahren nur noch 90 % und bei 7 Jahren letztendlich nur noch 66 %. Wenn man vor Abschluss einer fondsgebundenen Rente die Konditionen und die zur Verfügung stehenden Fonds genau überprüft, kann das Risiko minimal gehalten werden, ganz ausgeschaltet werden, kann es nicht. Wichtig ist dabei die garantierte Auszahlung der Beiträge und der Zulagen, wenn der Vertrag zur Auszahlung kommt. Auch bei dieser Form der Riester-Rente kann der Anleger zwischen einer Einmalzahlung oder einer lebenslangen Rente wählen. Welche Variante die bessere ist, sollte man nach dem jeweiligen Steuersatz entscheiden, denn die Riester-Rente wird bei Auszahlung versteuert.