So finden Sie die beste Riester-Rente für sich

Kaum jemand will sich im Alter mit der gesetzlichen Rente allein begnügen, zumal deren Höhe angesichts des wachsenden Schuldenbergs der Bundesrepublik Deutschland immer mehr in Frage steht.

Eine gute Ergänzung ist daher für viele Sparer die sogenannte Riester-Rente. Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine, vom Staat geförderte, zusätzliche private Rente. Die Förderung dieser Form der Altersvorsorge durch Zulagen und Sonderabzugsmöglichkeiten ist durch das Altersvermögensgesetz eingeführt worden und im Einkommenssteuergesetz geregelt. Anlass der Einführung war die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung in den Jahren 2000 und 2001, in deren Rahmen das durchschnittliche Nettorenteniveau von 70 auf 67 Prozent des bisherigen, durchschnittlichen Nettoeinkommens reduziert wurde. Durch die gesetzlichen Bestimmungen ist die Riester-Rente mit einigen Garantien verknüpft.

So ist der Anbieter einer Riester-Rente verpflichtet, zum Beginn des Auszahlungszeitpunkts der Rente zumindest die Summe der eingezahlten Beiträge zu garantieren. Die Rente wird nach Beginn der Auszahlung in gleichbleibender oder steigender Höhe gezahlt und es ist erlaubt, zur Herstellung oder zur Anschaffung selbst genutzten Wohneigentums zum Zwecke der Altersvorsorge bis zu 75 Prozent, bei einigen Verträgen bis zu 100 Prozent, des Kapitals zu entnehmen. Auch bleibt das in einem Riester-Vertrag befindliche Kapital bei der Anrechnung von Vermögen, zum Beispiel bei einem Antrag auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV), unberücksichtigt.

Nichtsdestotrotz ist Riester-Rente nicht gleich Riester-Rente. Je nach Anbieter handelt es sich um eine bestimmte Art einer förderfähigen Sparform. Das kann ein Banksparplan, eine fondsgebundene Rentenversicherung, eine klassische private Rentenversicherung, eine Pensionskasse oder ein Fondssparplan sein. Allen gemeinsam ist, dass sie, wenn sie in einen Riester-Vertrag eingebunden sind, den Kapitalerhalt garantieren muss. Die möglichen Schwankungen und die maximal zu erzielenden Renditen können indes sehr unterschiedlich sein. Es ist daher sinnvoll, sich sowohl selbst über seriöse Internetvergleichsportale zu informieren als sich auch von mindestens zwei voneinander unabhängigen Beratern die Details der angebotenen Verträge und die damit verbundenen Chancen und Risiken erklären zu lassen.