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Überlegungen zum Vorruhestand und den Auswirkungen

In einigen Fällen ist es ratsam, in den frühzeitigen Ruhestand zu gehen. Andere möchten nicht bis zum Rentenalter arbeiten. In jedem Fall müssen ein paar Dinge berücksichtigt werden.

Die meisten Verbraucher arbeiten darauf hin, einmal in ihren wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Diesen stellt man sich unterschiedlich vor. Bei einer Erhöhung des Rentenalters rückt dieser jedoch immer weiter weg. Im Gegensatz dazu sind weniger Arbeitgeber bereit, ältere Arbeiter einzustellen. Außerdem ist auch der Gesundheitszustand oft von entscheidender Bedeutung, die restliche Arbeitszeit zu gestalten. Aus diesen Gründen gehen immer mehr Verbraucher in den vorzeitigen Ruhestand. Dieser kann einerseits gewollt und andererseits erzwungen sein. Ein Arbeitnehmer, der aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit nicht mehr ausreichend verrichten kann, macht oft von der Möglichkeit Gebrauch, in die frühzeitige Rente zu gehen. Außerdem sind ältere Arbeitsuchende schwerer vermittelbar, sodass ihnen von Amtswegen ein vorzeitiger Ruhestand angeboten wird. Es gibt jedoch auch Berufsgruppen, in denen der Betreffende sowieso nicht bis ins Rentenalter arbeiten kann. Hier ist man gezwungen, eine Umschulung anzunehmen oder auf eine frühzeitige Rente hinzuarbeiten.

Manche Arbeitnehmer und Unternehmer verwalten ihre Finanzen so, dass sie zu einer gewünschten Zeit in den Ruhestand gehen können. Dies ist so gewollt und fordert aber auch eine höhere Altersvorsorge, da der vorzeitige Ruhestand meist selbst finanziert werden muss. Der Betreffende muss sich sehr genau überlegen, welche finanziellen Mittel notwendig sind und wie er sein Einkommen am besten anlegt, um diese Mittel zu erhalten. Der frühzeitige Ruhestand hat bei diesen Personen etwas mit einer höheren Lebensqualität zu tun. Wenn man nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gehen und sich in finanzieller Hinsicht keine Sorgen machen muss, dann kann man die Zeit dazu nutzen, Dinge zu tun, die man gern tut. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Verbraucher, die gern länger als bis zum Rentenalter arbeiten möchten. Dies wiederum ist auch nur in bestimmten Berufsgruppen möglich.

Eine frühzeitige Pensionierung hat sowohl Vor- als auch Nachteile für beide Seiten. Die Seite des Ruheständlers wurde schon betrachtet. Aufseiten des Arbeitsmarktes muss man feststellen, dass auch dieser nicht in jedem Fall davon profitiert, dass jemand in den vorzeitigen Ruhestand geht. Zum einen gehen dadurch mehrere Jahrzehnte Berufserfahrung für den Betrieb verloren. Ältere Arbeitnehmer verfügen über eine längere Praxis und ein höheres Wissen als jüngere. Dieses Wissen ist in bestimmten Bereichen von großer Bedeutung. Auf der anderen Seite werden so einige Arbeitsplätze für Berufseinsteiger frei, die mitunter direkt nach der Ausbildung arbeitsuchend werden. Zudem muss ein Arbeitgeber für einen Neuling nicht so hohe Gehälter zahlen wie für einen langjährig Erfahrenen. Das erst vor Kurzem angehobene Rentenalter erschwert sowohl die Lage der Arbeitnehmer als auch die der Arbeitgeber. Es müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden und zudem muss die Gesundheitsvorsorge verbessert werden. Man kann von einem älteren Arbeitnehmer nicht mehr verlangen, dass dieser eine genauso körperlich schwere Arbeit verrichtet wie ein jüngerer Kollege. Dies ist oft rein von den jeweiligen Alterserscheinungen nicht zu schaffen. Andererseits heißt das nicht, dass ein älterer nicht genauso belastbar sein kann.