Asiatisches Börsenbarometer: Der Nikkei Index in Japan

Nikkei ist der Name einer großen Wirtschaftszeitung aus Japan, die vor allen Dingen durch den gleichnamigen Aktienindex ein Begriff ist, den Nikkei 225 Index. Dieser ist seit Jahrzehnten schon der Leitindex in Japan.

Nikkei ist eine Abkürzung von „Nihon Keizai Shimbun“, wobei es sich um eine bekannte und große Wirtschaftszeitung aus Japan handelt. Den meisten Menschen ist der Begriff Nikkei auch außerhalb von Japan daher bekannt, weil diese Zeitung auch den japanischen Leitindex veröffentlicht, der als Nikkei Index bezeichnet wird. Der Index enthält 225 Aktienwerte aus Japan, die an der Börse in Tokio notiert werden. Neben dem amerikanischen [url=http://www.wallstreet-online.de/indizes/Dowjones]Dow Jones[/url] Index und dem europäischen [url=http://www.wallstreet-online.de/indizes/Djeurostoxx50]Eurostoxx[/url] Index zählt der Nikkei Index schon seit vielen Jahrzehnten zu den wichtigsten Aktienindizes der Welt.

Erstmals veröffentlicht wurde der japanische Aktienindex im Jahre 1950 von der Tokioter Börse. Seit dieser Zeit hat der Index vom Punktestand her enorm an Wert gewonnen. Lag der Index zum Beispiel Anfang der 60er Jahre noch bei rund 1.000 Punkte, so stieg der Index vom Punktewert her bis zum Jahre 1989 auf seinen Höchststand von knapp 39.000 Punkten. Die „magische“ Grenze von 10.000 Punkten überschritt der Index zum ersten Mal im Jahre 1984 und vom Tagesgewinn her war der beste Tag der 14. Oktober 2008. An diesem Tag stieg der Punktestand des Nikkei Index um rund 14 Prozent an. Es handelt sich bei dem Nikkei Index um einen Preisindex, was bedeutet, Dividenden und Bezugsrechte fließen nicht in die Berechnung des Index mit ein. Besonders im asiatischen Raum hat der Index schon lange Zeit eine sehr große Bedeutung und gilt als ein wichtiges Wirtschaftsbarometer für den gesamten asiatischen Wirtschaftsraum.

Viele der Aktienwerte, die im Index enthalten sind, sind auch in Deutschland und sogar weltweit bekannt. Dazu gehören zum Beispiel Mitsubishi, Sony, Nissan, Pioneer, Toyota oder Yamaha. Wenn man sich die Zusammensetzung des Index einmal näher betrachtet wird man feststellen, dass vor allen Dingen die Aktien aus den Branchen Elektronik, Finanzen und Automobile sehr stark im Index vertreten sind. Wenn man als Anleger in die Entwicklung des Nikkei Index investieren möchte, dann gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. So kann man beispielsweise japanische Aktien kaufen, die im Index enthalten sind. Es gibt aber auch viele Fonds, die in die Aktienwerte investieren, die im Nikkei Index vertreten sind. Als relativ spekulative Alternative stehen zudem auch Zertifikate oder Optionsscheine zur Verfügung, die den Nikkei Index als Basis haben.

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