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Aktien verkaufen leichtgemacht - das müssen Sie beachten!

Auch wenn das nicht jeder glauben will: Aktien sind durchaus eine attraktive Geldanlage. Es ist zwar nicht empfehlenswert, sein gesamtes Vermögen in Aktien anzulegen, aber das heißt nicht, dass Aktien schlecht wären.

Denn oft lassen sich mit ihnen auf lange Sicht durchaus hohe Gewinne erzielen. Das liegt an der Funktionsweise des Aktienmarktes. Grundsätzlich kauft, wer eine Aktie erwirbt, einen Anteil an einer Aktiengesellschaft, also einer AG, einem Unternehmen, das sich zu dieser Rechtsform entschlossen hat. Das führt dazu, dass so ein Unternehmen nicht mehr nur einen Eigentümer hat, sondern viele: Die Aktionäre. Durch das Geld, das die Aktionäre für "ihr" Unternehmen bereitstellen, kommen Summen zusammen, die für Einzelpersonen praktisch unmöglich aufzubringen sind. Weltumspannende Konzerne wie Siemens oder IBM sind daher allesamt Aktiengesellschaften. Ab einer bestimmten Größe ist das der einzige Weg, um das erforderliche Kapital zusammen zu bekommen. Im Gegenzug werden die Aktionäre am Gewinn beteiligt.

Aktionär werden kann im Prinzip jeder. Alles, was man dafür benötigt, ist ein geeignetes Depot bei einer Bank. Zahlreiche Banken bieten solche Depots inzwischen kostenlos an. Trotzdem ist beim Kauf und Verkauf einiges zu beachten, wenn man keine bösen Überraschungen erleben möchte. Insbesondere sollte klar sein, dass jede Aktie mit der wirtschaftlichen Ertragskraft des Unternehmens, zu dem sie gehört, steht und fällt. Das kann abhängig von der aktuellen Wirtschaftslage zu starken Kursschwankungen führen. Im Falle eines Konkurses ist das Aktienkapital ganz, im Falle einer Sanierung nach einer Überschuldung weitgehend verloren. Es ist daher nicht immer sinnvoll, eine Aktie zu behalten, deren Kurs gerade fällt. Wenn es dem betreffenden Unternehmen so schlecht geht, dass ein Konkurs wahrscheinlich erscheint, sollte man sich von dem Papier trennen. Ein geringer Verlust ist nämlich immer noch besser als ein Totalverlust und wer Verlust um jeden Preis vermeiden will, für den ist die Börse ohnehin nicht das Richtige. Eigentlich will man natürlich Gewinne machen, weshalb Anleger auch an steigenden Aktien nicht "kleben" sollten. Selbst wenn nicht auszuschließen ist, dass eine Aktie noch weiter steigen wird, muss man sie an einem bestimmten Punkt verkaufen. Schließlich weiß der kluge Investor, dass nur realisierte Gewinne echte Gewinne sind.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, beim Verkauf genauso wie beim Kauf stets ein Limit festzusetzen. Das bedeutet, dass der Auftrag zum Verkauf, den jemand seiner Bank oder seinem Händler gibt, nur dann ausgeführt wird, wenn mindestens der von ihm vorgegebene Preis erzielt wird. Ist ein Verkaufsauftrag hingegen unlimitiert, wird er "bestens" ausgeführt. Das ist der Fachterminus, der aussagt, dass zum aktuellen Kurs verkauft wird. Nicht vergessen sollte man zudem, dass bei jedem Kauf oder Verkauf eine Ordergebühr fällig wird, die abhängig vom jeweiligen Kreditinstitut unterschiedlich hoch sein kann.