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Futures und Derivate hängen zusammen - wir sagen wie!

Bei Futures handelt es sich um Termingeschäfte, die an der Börse gehandelt werden. Sie gehören zur Oberkategorie der Finanzderivate und können nach verschiedenen Kriterien unterschieden werden.

Als Future wird ein verbindlicher Börsenkontrakt bezeichnet, bei dem sich der Verkäufer zur Lieferung und der Käufer zur Abnahme verpflichtet. Der Vertragsgegenstand muss dabei exakt bestimmt sein, ebenso müssen Menge und Qualität festgelegt werden. Das Geschäft findet zu einem vorher bestimmten Termin in der Zukunft statt, wobei der Preis bereits beim Vertragsabschluss feststeht. Dadurch soll nicht nur ein transparenter Handel, sondern auch ein vereinfachter Markteintritt für die Beteiligten ermöglicht werden. Auch die entstehenden Handelskosten werden auf diese Weise in Grenzen gehalten. Neben den Finanzterminverträgen (Financial Futures) gibt es auch sogenannte Commodity Futures oder Warenterminkontrakte.

Futures zählen zu den sogenannten Derivaten. Diese Finanzinstrumente zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Wert abhängig vom sogenannten Basiswert eines anderen Gegenstands oder Handelsguts ist. Der Begriff Derivat wird im Allgemeinen als Oberbegriff für verschiedene Finanztermingeschäfte benutzt. Die grundsätzliche Unterteilung erfolgt zumeist in zwei Kategorien: Termingeschäfte und Swaps. Futures sowie Forwards zählen zur ersten Kategorie, als Swap werden Vereinbarungen bezeichnet, bei denen die Vertragspartner in Zukunft Zahlungsströme (Cash Flows) austauschen - der zugrunde liegende Vertrag entscheidet hierbei über die Berechnung und Fälligkeit der Zahlungen.

Die Ursprünge der Termingeschäfte liegen im alten Griechenland, die Vorformen des Futures existierten bereits im 17. Jahrhundert: Schon damals konnten bestimmte Waren zu einem festgelegten Preis an einem vorher bestimmten Termin eingekauft oder verkauft werden. Insbesondere in der Landwirtschaft wurde diese Möglichkeit der vorherigen Preisfixierung genutzt: Sie gewährte den Bauern die Sicherheit, bereits zum Zeitpunkt der Ernte einen Abnehmer zu haben, der einen fixen Betrag bezahlt. Während des 19. Jahrhunderts begannen die Händler damit, diesbezüglich Verträge abzuschließen. Als eigentlicher Startpunkt für den Handel mit Future-Kontrakten in seiner heutigen Form gilt das Jahr 1848, in dem mit der Chicago Board of Trade (CBOT) die erste Warenterminbörse der Welt gegründet wurde.

Beim Handel mit Futures kommt es nur in geschätzten 3 Prozent aller Fälle zu einem tatsächlichen Austausch – in den meisten Fällen wird vor der Fälligkeit ein Gegengeschäft getätigt, um so Spekulationsgewinne zu erzielen. Vor allem am Rohstoffmarkt kann der Handel mit Futures und der Fokus auf schnelle Gewinne zu Problemen führen – die zuständigen Finanzaufsichten ziehen die Einführung von Regulierungsmechanismen in Betracht, um Spekulationen zu verhindern, die einen destabilisierenden Effekt auf die globale Wirtschaft haben könnten.