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Was sind die sogenannten Knock-out-Zertifikate?

Spätestens seit der Finanzkrise sind viele Menschen verunsichert und fragen sich, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Tatsächlich ist auch Vorsicht geboten, denn manche Finanzprodukte sind hochriskant.

Es gibt eine ganze Reihe von Finanzprodukten und dem durchschnittlichen Anleger fällt es oft schwer, hier den Überblick zu behalten bzw. zu verstehen, was sich hinter all den Fachbegriffen letztlich verbirgt und was sie konkret für sein Geld bedeuten. Tendenziell gilt aber für alle Anlagemöglichkeiten, dass das Verlustrisiko umso größer wird, je höher die in Aussicht gestellte Rendite ist. Der Anleger muss also stets wählen: Möchte er sein Geld möglichst sicher anlegen oder reizt ihn ein möglichst hoher Ertrag? Natürlich, jeder hätte gerne möglichst hohe Erträge. Aber man muss eben auch die Risiken tragen, wenn man die hohe Rendite anstrebt. Wer theoretisch viel gewinnen kann, kann auch viel verlieren. Und wer dieses Grundprinzip der Spekulation begriffen hat, offenbart mit seiner persönlichen Anlagestrategie auch automatisch etwas von sich selbst, nämlich ob er das Risiko mag oder ob er sicherheitsorientiert ist.

Für die besonders risikofreudigen Anleger gibt es z. B. Zertifikate. Hierbei handelt es sich um Derivate, d. h., dass der Anleger nicht direkt in einen Basiswert (also z. B. in eine Aktie) investiert, sondern in ein Finanzprodukt, dessen Wert an den eines anderen Wertpapiers oder an den Preis von Rohstoffen oder sonstigen Handelsgütern gekoppelt ist. Durch Zertifikate kann man also auch Investments tätigen, wie etwa in Gold oder Erdöl, die unter normalen Umständen für die meisten von uns unmöglich wären.

Nun gibt es auch Zertifikate, die über einen Hebel verfügen, der bewirkt, dass sich Kursschwankungen des jeweiligen Basiswerts überproportional stark auf den Kurs des Zertifikats auswirken. So könnte z. B. eine Steigerung von 5 % des Basiswerts eine Steigerung von 50 % des Zertifikats zufolge haben (je nach Zertifikat). Somit hat der Anleger hier also die Chance, sehr hohe Renditen zu erzielen. Allerdings wirkt der Hebel natürlich auch nach unten und das Verlustrisiko ist enorm. Dabei wird dieses Risiko aber noch verschärft, weil solche Zertifikate auch eine "Knock-out-Schwelle" haben. Das bedeutet, dass beim Über- oder Unterschreiten eines festgelegten Kurswerts das Zertifikat als Ganzes verfällt.

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