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Die Bauzinsen beim Immobiliendarlehen

Als Bauzinsen werden die Zinsen bezeichnet, die man im Rahmen eines Immobilienkredites zur Finanzierung des Erwerbs oder auch des Neubaus einer eigenen Immobilie an den Kreditgeber zahlen muss.

Wenn man ein Eigenheim finanzieren möchte, sei es durch den Erwerb oder den Bau einer Immobilie, dann ist in den meisten Fällen eine Finanzierung durch ein Baudarlehen notwendig. Daher spielen für alle Baufinanzierer auch die Bauzinsen eine große Rolle, denn diese haben einen maßgeblichen Anteil daran, ob man sich eine Baufinanzierung leisten kann oder nicht. Eine andere Bezeichnung für Bauzinsen ist auch Hypothekenzinsen oder Baugeldzinsen. Das Hauptmerkmal der Bauzinsen besteht vor allen Dingen darin, dass die Zinsen im Vergleich zu den zu zahlenden Kreditzinsen anderer Darlehensarten, wie beispielsweise dem Dispokredit oder dem Ratenkredit, für den Kreditnehmer verhältnismäßig günstig sind.

Je nachdem, auf welchem Niveau sich die Zinsen allgemein befinden, was oftmals vom EZB-Leitzinssatz abhängig ist, kann man einen Baukredit mitunter bereits zu einem Zinssatz von drei Prozent erhalten. Die Bauzinsen bzw. der zu zahlende Zinssatz wird von der Bank immer als Nominal- und als Effektivzinssatz angegeben. Für einen Vergleich der Angebote, durch den man heraus finden kann, welche Bank sehr günstige Bauzinsen anbietet, sollte man stets den Effektivzinssatz zu Rate ziehen, denn nur der Effektivzins beinhaltet alle Kosten eines Darlehen und auch die erfolgende Tilgungsverrechnung. Ein wichtiger Aspekt, den man beim Vergleich der Bauzinsen ebenfalls berücksichtigen sollte ist, dass es unterschiedliche Arten von Darlehen gibt, die man im Rahmen der Baufinanzierung nutzen kann. So weisen zum Beispiel Hypothekendarlehen mit einer Zinsfestschreibung von 10, 15 oder 20 Jahren einen anderen Zinssatz auf als variabel verzinsliche Baukredite. Ferner sind die Bauzinsen zum Beispiel beim Bauspardarlehen oder beim KfW-Darlehen noch etwas geringer als beim klassischen Hypothekendarlehen.

Die Höhe der Bauzinsen kann nicht selten darüber entscheiden, ob man sich die Immobilienfinanzierung leisten kann oder nicht. Bei einer Darlehenssumme von 120.000 Euro, welche dem durchschnittlichen Wert bei Baudarlehen entspricht, bedeutet ein Unterschied im Zinssatz bezüglich der Bauzinsen von einem Prozent zum Beispiel bereits eine Mehr- oder eine Minderbelastung in Form der Kreditrate von 100 Euro im Monat. Wenn man dann bedenkt, dass die Bauzinsen über die Jahre hinweg bis zu fünf Prozentpunkte schwanken können, bedeutet dieses eine große Änderung in der Gesamtbelastung.