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Die degressive Abschreibung von Wirtschaftsgütern

Unternehmer müssen nicht für ihre gesamten Umsätze Steuern zahlen, sondern können ihre Betriebsausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Eine Möglichkeit hierzu ist die degressive Abschreibung.

Als Unternehmer muss man nicht für seine gesamten Umsätze Einkommensteuer bezahlen, sondern kann seine Betriebsausgaben davon absetzen und so die Steuerlast mindern. Der Anschaffungspreis für geringwertige Wirtschaftsgüter kann dabei in voller Höhe geltend gemacht werden, teurere Investitionen muss man über mehrere Jahre abschreiben. Diesen Vorgang bezeichnet als „Absetzung für Abnutzung“, kurz AfA. Auf wie viele Jahre man den Anschaffungspreis dabei verteilen muss, ist gesetzlich festgelegt und ist aus den AfA-Tabellen ersichtlich, die auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums zu finden sind. Abweichungen von den darin vorgegebenen Zeiträumen sind in Ausnahmefällen möglich, wenn das entsprechende Wirtschaftsgut kürzer im Betrieb verbleibt. Dies muss man allerdings nachweisen und dem Finanzamt plausibel erklären können, ansonsten muss man sich an die gesetzlichen Fristen auf jeden Fall halten.

Eine Zeit lang war ausschließlich die lineare Abschreibung möglich. Dabei werden die Anschaffungskosten gleichmäßig über mehrere Jahre hinweg in der Steuererklärung geltend gemacht. Inzwischen ist aber bei Anschaffungen in den Jahren 2009 und 2010 wieder die degressive Abschreibung möglich. Dabei wird anfangs ein höherer Betrag abgeschrieben, der dann in den darauf folgenden Jahren kontinuierlich sinkt. Dadurch erhält der Unternehmer für das Anschaffungsjahr eine höhere Steuerentlastung, was gerade bei teuren Investitionen von Vorteil ist. Auch Existenzgründer profitieren meist, wenn sie sich für die degressive Abschreibung entscheiden, da insbesondere im ersten Geschäftsjahr viele und oftmals auch teure Anschaffungen getätigt werden müssen. Wenn es günstiger erscheint, ist aber nach wie vor auch eine lineare Abschreibung möglich, die Entscheidung ist hier jedem Unternehmen selbst überlassen.

Wichtig ist, dass die degressive Abschreibung einem festen Plan folgt. Dabei kann man entweder die abgeschriebenen Beträge jährlich um einen bestimmten Prozentsatz oder einen festen Betrag senken, der über die ganze Abschreibungsdauer gleichbleibend ist. Außerdem kann man mit einer degressiven Abschreibung beginnen und anschließend zur linearen Variante übergehen.