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Die Finanzberater Ausbildung als Zukunftschance

Bei der Finanzberater Ausbildung handelt es sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, sondern um eine Zusatzqualifikation für Menschen, die bereits über fundierte finanzwirtschaftliche Kenntnisse verfügen.

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Foto: © Silke Kaiser / http://www.pixelio.de

Durch eine EU-Richtlinie, die inzwischen auch in Deutschland umgesetzt wird, haben sich die Voraussetzungen für angehende Finanzberater deutlich geändert. Noch vor einigen Jahren musste man lediglich ein Gewerbe anmelden und sich die Tätigkeit entsprechend der Gewerbeordnung genehmigen lassen. Dies war oft sogar ohne den Nachweis besonderer Qualifikationen möglich. Dadurch hatte man es zwar auf der einen Seite leicht, sich in diesem Bereich selbstständig zu machen, auf der anderen Seite drängten dadurch aber auch immer wieder schwarze Schafe auf den Markt, die den Ruf der Branche teils nachhaltig beschädigen konnten. Schließlich kann eine schlechte Beratung den Kunden mitunter mehrere Tausend Euro kosten und ihn schlimmstenfalls in den finanziellen Ruin treiben. Daher ist inzwischen eine Finanzberater Ausbildung verpflichtend für alle, die in diesem Bereich tätig werden möchten.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine klassische Ausbildung, wie man sie nach dem Schulabschluss absolviert, sondern um eine Weiterbildung für Menschen mit nachweisbaren wirtschaftlichen Kenntnissen und ausreichend Erfahrung im Umgang mit Finanzprodukten. Diese erwirbt man beispielsweise im Rahmen einer Ausbildung im Bereich des Bankenwesens oder der Versicherungswirtschaft. Selbstverständlich gilt auch ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium als Nachweis einer ausreichenden Vorbildung. Auf dieser baut die Finanzberater Ausbildung auf. Sie kann entweder als Kurs oder als Fernstudium absolviert werden. Letzteres besteht aus mehreren Kursbriefen, Einsendeaufgaben sowie zusätzlichen Seminaren. Bei beiden Varianten muss man sich anschließend bei der Industrie- und Handelskammer, kurz IHK, prüfen lassen, um die Zulassung als Finanzberater zu erhalten. Ohne diesen Qualifikationsnachweis erhält man inzwischen keine Erlaubnis mehr, um in dieser Branche zu arbeiten. Außerdem kann man so seinem Kunden gegenüber nachweisen, dass man in der Lage ist, eine hilfreiche und fundierte Beratung durchzuführen. Hierbei erhält man in der Regel eine Provision für den Abschluss eines Vertrages. Alternativ dazu ist auch die Arbeit auf Honorarbasis möglich.