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Die unzähligen Varianten der Börsenkurse verstehen

Börsenkurse bezeichnen den Preis, der direkt an einer Börse festgestellt wird. Dies ist das Finanzinstrument der Börse und wird durch einen Kurs ermittelt. Dieser Kurs liegt immer zwischen Geldkurs und Briefkurs.

Sieht man sich die Börsenkurse an, dann ist es viel mehr als nur ein paar Zahlen auf einem Stück Papier. Zuerst einmal gibt es eben den Geldkurs. Dies ist der Wert, zudem ein Käufer bereit ist die Aktie zu kaufen. Der Käufer, auch Marktteilnehmern genannt, bietet diesen Preis an, um an die begehrte Aktie zu bekommen. Ist der Verkäufer damit einverstanden, so kann die Aktie zu diesem Preis den Besitzer wechseln.

Im Gegenzug dazu gibt es aber dann auch noch den Briefkurs. Dieser geht vom Verkäufer aus. Es ist der Preis, den der Verkäufer für die Aktie erzielen möchte. In der Regel liegt der Wert des Briefkurses immer über dem Wert des Geldkurses. Natürlich kann es auch sein, dass es dazwischen noch einen weiteren Kurs gibt, mit dem auch beide Seiten einverstanden sind. Das ist dann der Mittelkurs. Den Unterschied zwischen den beiden Kursen bezeichnet man als Spread.

Dieser Mittelkurs wird auch öfter noch Kassakurs genannt. Der Kassakurs ist oft auch ein Einheitskurs. Handelt es sich um einen Kassakurs, dann wird dieser nicht ständig aktualisiert. Es gibt einmal am Tag einen festen Termin, an dem die Ware gehandelt werden darf. Bei dieser Kursart gibt es auch keinen Eröffnungs- und auch keinen Tagesschlusskurs. Meistens werden hier Aktien oder aber auch Waren gehandelt, die im normalen und variablen Handel nicht verkauft werden konnten. Der Kassakurs ist jedoch vor allem in Deutschland fast nicht mehr zu finden. Im Ausland hingegen gibt es das durchaus schon noch.

Eine weitere Unterscheidung bringt die Qualität des Kurses. Hier gibt es einen gehandelten Kurs und einen Taxakurs. Der gehandelte Kurs ergibt sich durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt. Bei einem Taxakurs ist dies anders. Dieser wird meist angewandt bei sehr umsatzschwachen Wertpapieren. In so einem Fall legt dann der Wertpapierhändler einen sogenannten Schätzkurs fest. Dieser Schätzkurs wird auch als Taxakurs bezeichnet. Dieser Fall kann aber nur eintreten, wenn keine Umsätze getätigt wurden und somit kein Wert vorliegt.

Neben diesen bereits bestehenden Kursen gibt es noch weitere Kurse, die von Maklern oder aber auch Händler bestimmt wurden. Diese werden Over The Counter Börsenkurse genannt. Diese Kurse befinden sich aber nicht direkt an der Börse. Man findet sie lediglich in der Marktdatenbank der jeweiligen Händler. Diese könne auch ganz individuell sein und werden je nach Bedarf erstellt oder eben wieder gestrichen.

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