checkAd

Fernost banking: Die China Investment Corporation

Bei der China Investment Corporation handelt es sich um einen staatlichen Fond, in dem ein großer Teil der Devisenreserven der Volksrepublik China verwaltet werden.

china investment
Foto: © Peter Kirchhoff / http://www.pixelio.de

Die China Investment Corporation wurde 2007 in Peking gegründet. Sie besitzt heute knapp 200 Mitarbeiter und kann auf ein Kapital von fast 300 Milliarden Amerikanische Dollar verweisen. Das stellt nur einen kleinen Bruchteil der gesamten chinesischen Währungsreserven dar, die allein zwei Billionen US Dollar umfassen. In die China Investment Corporation wurde auch die 2003 gegründete Central Huihjin Investment Corporation als ein vollwertiges Tochterunternehmen mit eingegliedert.

Das Ziel beider Unternehmen besteht darin, die vorhandenen Währungsreserven so einzusetzen, dass der Staat daraus Gewinne erzielen kann. Das wird erreicht, indem man in fünfzig ausgewählte Unternehmen weltweit investiert. Um das Kapital der Gesellschaft noch einmal zusätzlich zu erhöhen, wurden Anleihen emittiert. Allein 2008 wurde auf diese Anleihen, deren Gesamtumfang mehr 1.500 Milliarden Yen betrug, knapp 13 Milliarden Yen an Rendite ausgeschüttet. Allerdings haben die Anlagestrategen des Fonds mit Fehlinvestitionen aber auch schon größere Verluste eingefahren.

Die China Investment Corporation untersteht direkt dem Staatsrat der Volksrepublik China. Im Aufsichtsrat der Gesellschaft befinden sich viele namhafte Politiker des Landes. Umgekehrt üben die Finanz- und Wirtschaftsexperten der wichtigsten Investmentgesellschaft des Landes einen deutlichen Einfluss auf die politischen Entscheidungen des Finanzministeriums aus. Daneben verfolgte man mit der Gründung der Investmentgesellschaft auch internationale wirtschaftliche Interessen.

Eine der Zielstellungen der Anlagepolitik der China Investment Corporation ist es, sich Anteile an internationalen Unternehmen zu sichern, die mit größeren Investitionen in China aufgefallen sind. Auf diese Weise möchte man sich ein Mitspracherecht an deren Unternehmensstrategie sichern. Darüber hinaus sollen die Investitionen in wichtige ausländische Firmen auch dazu dienen, sich einen minimalen Einfluss auf die Politik des jeweiligen Landes zu sichern.

In der Volksrepublik ist unter den Politikern eine heftige Debatte um die Anlagepolitik der China Investment Corporation entbrannt. Die einen fordern, dass über den Fonds Beteiligungen an zukunftsträchtigen Technologieunternehmen getätigt werden, während die anderen darauf beharren, dass die günstigste Anlagetaktik darin bestehen müsste, sich über Beteiligungen an Rohstoffquellen und ähnlichen Dingen strategische Reserven für die Zukunft aufzubauen, auf die man im Bedarfsfall zurück greifen könnte.

Inhalt

Rubriken