DAX-1,71 % EUR/USD-0,06 % Gold+0,33 % Öl (Brent)+0,84 %

Tages- oder Festgeld: Tipps und Anregungen für die Wahl

Viele Verbraucher müssen für ihren Ruhestand vorsorgen, da die gesetzliche Rente nicht ausreichend sein wird. Dabei sind einige Details zu berücksichtigen, damit das angesparte Kapital nicht verloren geht.

Sowohl das Tages- als auch das Festgeldkonto gelten als eine kurz- bzw. langfristige Geldanlage. Mit ihnen kann der Verbraucher ein bestimmtes Sparziel verfolgen und dabei höhere Zinssätze festschreiben lassen. Während beim Tagesgeld das eingezahlte Kapital jederzeit verfügbar ist, wird es beim Festgeld für eine bestimmte Zeit fest angelegt. Dafür erhält der Kunde beim Festgeld einen höheren Zinssatz als beim Tagesgeldkonto. Diese Zinssätze sind von der Einlagenhöhe und der Dauer der Geldanlage abhängig. Für das Tagesgeldkonto werden in der Regel Zinsen in Höhe von 1,5 % berechnet. Beim Festgeld können diese bis zu 5,65 % betragen. Die Anlagedauer beim letzteren Konto kann zwischen 1 Woche und 10 Jahren betragen.

Wonach sollte der Anleger sich nun richten, wenn er sich zwischen dem Tages- und dem Festgeld entscheiden soll? Dies ist einfach zu beantworten. Der Investor, der einen ständigen Zugriff auf sein Kapital benötigt oder wünscht, sollte sein Geld auf einem Tagesgeldkonto deponieren. Hier werden höhere Zinsen gezahlt als bei einem Girokonto, auf dem im Allgemeinen keine Guthabenzinsen anfallen. Der Anleger, der auf das eingezahlte Kapital für eine bestimmte Zeit auch verzichten kann, der sollte die höheren Zinssätze beim Festgeldkonto nutzen.

Jedoch eignen sich beide Varianten nicht dazu, für die Altersvorsorge zu sparen. Jedenfalls nicht für den Privatkunden. Für Geschäftskunden oder Firmen gilt dies nicht, da diese meist eine höhere Summe fest anlegen und mit der Bank bessere Konditionen aushandeln können. Im Hinblick auf die Vermögensbildung eines Anlegers kann ein Festgeldkonto jedoch hilfreich sein. Dies gibt dem Investor eine gewisse Sicherheit, da die Einlagen vom Investitionsfonds geschützt werden. Das bedeutet: Sollte die Bank insolvent werden, dann erhält der Kunde trotzdem sein Kapital erstattet. Aus diesem Grund sind Festgeldkonten vorteilhafter als z. B. die Investition in eine Aktiengesellschaft. Hier werden zwar meist höhere Renditen erwirtschaftet, das Risiko für den Anleger ist aber wesentlich höher als beim Festgeldkonto.

Der Verbraucher sollte bei der Vermögensbildung und Altersvorsorge auf eine gute Mischung der einzelnen Geldanlagemöglichkeiten setzen, um einerseits einen hohen Gewinn zu erzielen und andererseits das Kapital sicher anzulegen. Bei Investitionen in Fonds oder Wertpapieren benötigt der Anleger in der Regel auch eine höhere Laufzeit, um eventuelle Verluste wieder ausgleichen zu können.