Fonds im Vergleich - Das sind Ihre Möglichkeiten

Investmentfonds sind bei Anlegern aus verschiedenen Gründen beliebt - es gibt für jede Risikoklasse und jeden Anlageschwerpunkt passende Produkte. Wie kann der Anleger jedoch den für ihn passenden Fonds finden?

Wer sein Geld in Investmentfonds anlegen oder gewinnbringend Kapital ansparen möchte, hat die Qual der Wahl: Es gibt zahlreiche Fonds und die Entscheidung kann dem Anleger aufgrund der verwirrenden Vielfalt äußerst schwer fallen. Schließlich handelt es sich meist um eine längerfristige Angelegenheit, und da möchte man nichts falsch machen. Fonds gelten seit Jahren als eine - je nach Produkt - ertragreiche und relativ risikoarme Anlageform. Um einen geeigneten Fonds zu finden, muss der Anleger zunächst einschätzen können, welches Risiko und welche Renditechancen die verschiedenen Investmentfonds aufweisen. Um dies beurteilen zu können, gibt es unterschiedliche Instrumente, wie zum Beispiel die Fondsbewertungen durch Ratingagenturen wie Morningstar oder Standard & Poor´s. Die Bewertungen beziehen sich auf die Sicherheit der Anlage in den jeweiligen Fonds sowie die Rendite. Diese Ratings sind jedoch nicht mehr als eine Hilfestellung, da sie keine Garantien bieten und unter Umständen auch ein sehr gut bewerteter Fonds plötzlich aufgrund börsenspezifischer Vorgänge Verluste einbringen kann.

Die meisten Portale von Onlinebanken wie Comdirect oder Ing-Diba bieten Seiten an, auf denen sich Anleger über die verschiedenen Fonds informieren können. Hierbei gibt es zwar teilweise recht verlockende Angaben über die Performance eines Fonds, diese besitzen aber keine Aussagekraft über die künftige Wertentwicklung: oft ist zu beobachten, dass Fonds mit einer sehr guten Performance in der Vergangenheit ihren Zenit überschritten haben und nun nur noch mäßige Erträge bieten. Der Anleger sollte überlegen, zu welchen Risiko-Renditeverhältnis er letztlich bereit ist - bevorzugt er einen potenziell renditestärkeren aber dafür risikoreicheren Aktienfonds oder eher einen Rentenfonds mit stabilen, aber dafür geringeren Ertragschancen? Oder doch lieber einen Misch- oder Dachfonds? Und das sind noch längst nicht alle Fondsarten.

Wenn der gewünschte Investitionsschwerpunkt feststeht, sollte der Anleger sich potenzielle Kandidaten über einen längeren Zeitraum anschauen - auf vielen Internetseiten gibt es Suchmaschinen, die kostenlose Fondsvergleiche ermöglichen und auch Zugriff auf die Daten zur Entwicklung der Fonds aus den vergangenen 5 oder 10 Jahren bieten. So ist zum Beispiel auf der Webseite der Ratingagentur Morningstar ein sehr detaillierter Vergleich von bis zu fünf Fonds mit reichhaltigem Datenmaterial möglich. Unabhängig vom World Wide Web bieten auch zahlreiche Fachpublikationen wie etwa Focus Money oder Finanztest immer wieder aktuelle Berichte oder sogar Sonderhefte mit Fondsbewertungen und -vergleichen an. Nicht zuletzt muss bei der Fondsauswahl auf die Kosten der jeweiligen Fondsanlage geachtet werden - hohe Ausgabeaufschläge, Depotgebühren und Transaktionskosten können die Rendite empfindlich schmälern.

Neben den Vergleichsmöglichkeiten im Internet gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich bei der Bank oder einem unabhängigen Vermögensberater Hilfestellung zu suchen. In der Regel besteht bei Banken jedoch die Gefahr, dass die Berater einseitig nur die vom eigenen Institut aufgelegten Fondsprodukte anbieten und keine neutrale Beratung geboten wird. Wirklich unabhängige Anlageberater sind sehr schwer zu finden und in der Regel ist ihre Beratung kostenaufwendig - je nach Anlagesumme kann sich eine solche Beratung jedoch durchaus lohnen.