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Vermögenswirksame Leistungen mit einem Fonds nutzen - so funktioniert's!

Vermögenswirksame Leistungen können vielfältig genutzt werden. Aus diesem Grund sollte der Verbraucher vorher genau überlegen, welche Investitionsmöglichkeit besonders für ihn geeignet ist.

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind besondere Zahlungen vom Arbeitgeber. Dieser gibt die vertraglich geregelten Beträge direkt an das Anlagekonto weiter, welches ihm vom Arbeitnehmer benannt worden ist. Je nach Höhe der VL und der Vertragsbedingungen kann der Arbeitnehmer noch etwas dazuzahlen. Diese zusätzlichen Beträge werden vor Abzug aller gesetzlichen Verpflichtungen vom Bruttolohn einbehalten und senken somit das zu versteuernde Einkommen. Der Arbeitnehmer hat nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz das Recht auf eine Arbeitnehmersparzulage, wenn der Vertrag mindestens 6 Jahre bespart wird und das 7. Jahr betragsfrei läuft. Diese Zulage muss jedes Jahr beantragt werden und wird bei Ablauf der Vertragsdauer ausgezahlt.

Vermögenswirksame Leistungen können in unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten investiert werden. Dazu zählen der VL-Fondssparplan, die betriebliche Altersvorsorge, ein Banksparplan, eine kapitalbildende Lebensversicherung, ein Bausparvertrag und die Tilgung eines Baukredites. Der VL-Fondssparplan hat in der Regel die höchsten Renditen, aber auch die höheren Risiken. Außerdem gibt es auf die VL beim Fondssparen 20 % Arbeitnehmersparzulage im Gegensatz zu 9 % beim Bausparen. Die Einkommensgrenzen für die Sparzulage liegen bei den Fonds bei 20.000 Euro, beim Bausparvertrag nur bei 17.900 Euro jährlich. So kommt es, dass allein durch die staatliche Förderung der Fonds einen Gewinn erwirtschaftet, auch wenn er selbst keine Wertsteigerung erfährt.

Der Nachteil beim VL-Fondssparen ist die Beschaffung geeigneter Aktienfonds. Diese erhält man in der Regel nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht bei der Hausbank. Viele große Banken, wie Comdirekt oder die DAB-Bank, bieten sie nicht an. Um ein Depot zu eröffnen, sollte man sich an einen Fondsvermittler wenden. Diese erlassen im Regelfall sogar sämtliche Depotgebühren sowie die Ausgabeabschläge bis zu 100 %. Zu den bekanntesten Fondsvermittlern zählt die AVL. Hier findet man VL-Fonds von DWS, ebase, der Fondsdepot Bank und der Frankfurter Fondsbank. Darunter finden sich Anlagen, die eine Mindest- bzw. Maximaleinlage verlangen. Das DWS-Depot erhebt als einziges keine Minimaleinzahlungen, bei den anderen belaufen sich diese zwischen 7 und 34 Euro. Ein Maximalbetrag wird nur von der Frankfurter Fondsbank gefordert. Dieser beträgt 870 Euro pro Jahr. Wenn man weitere Vergleiche vornimmt, kann man feststellen, dass ebase die meisten Optionen zulässt. Dazu gehören zusätzliche Überweisungen von anderen Konten, die Entnahmemöglichkeit dieser Zahlungen, der Wechsel zwischen den Fonds und eine Überzahlmöglichkeit ohne Aufschlag.

Hier werden auch in allen Fällen Depotgebühren fällig. Diese erstrecken sich von 12 bis 84 Euro jährlich. Die DWS fordert z. B. eine Gebühr zwischen 8,20 und 10,35 Euro pro Fonds, jedoch maximal 35,70 Euro pro Depot. Alle Angaben entsprechen dem Stand April 2011.