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Für Risikofreudige: Spekulation im Finanzbereich

Mittels der Spekulation versuchen viele Anleger heute, mit einfachen Mitteln und geringem Kapitalaufwand in einem relativ kurzfristigen Zeitraum möglichst hohe Gewinne zu erzielen.

Im Finanzbereich kann man von der Anlagestrategie her grundsätzlich zwischen einer Geld- oder Kapitalanlage auf der einen Seite und einer Spekulation auf der anderen Seite unterscheiden. Während die Kapitalanlage dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anleger langfristig eine gute Rendite erzielen möchte, dabei aber auch auf ein gewisses Minimum an Sicherheit bei der gewählten Geldanlage achtet, ist das Charakteristische an einer Spekulation, dass in kurzer Zeit versucht wird, so hohe Gewinne wie möglich zu erzielen. Für diese Chancen auf hohe Gewinne muss fast immer ein sehr hohes Risiko in Kauf nehmen, von Sicherheit kann bei der Spekulation also nicht gesprochen werden. Besonders von Kritikern wird die Spekulation im Bereich der Geldanlagen als reine Wette bezeichnet und es sind oftmals Stimmen von Experten zu hören, die der Meinung sind, dass zu viel Spekulation das Finanzsystem auf Dauer zerstören wird.

Und tatsächlich ist es so, dass bei manchen Arten von Spekulation zum Beispiel mit Kapital oder mit Produkten gehandelt wird, die gar nicht vorhanden sind (Stichwort Leerverkäufe) und somit die eigentliche Funktion des Finanzbereiches außer Kraft gesetzt wird, nämlich Kapital für die Realwirtschaft zu verteilen. Der Anleger beziehungsweise Spekulant sieht diese Faktoren nur selten, sondern ist in erster Linie daran interessiert, viel Geld durch die Spekulation zu verdienen. Es gibt im Finanzbereich einige „typische“ Produkte, die als sehr spekulativ gelten und daher auch sehr häufig für eine Spekulation genutzt werden. Dazu gehören in erster Linie Produkte aus dem Bereich der Derivate, also [url=http://www.wallstreet-online.de/zertifikate/]Zertifikate[/url], Optionsscheine, Futures und sonstige Terminkontrakte. Aber auch mit Waren (Rohstoffen) kann man im Bereich der Warentermingeschäfte spekulieren und mit Währungskursen im Bereich des Devisenhandels.

Auch manche Aktien und risikoreiche verzinsliche Wertpapiere fallen durchaus in den Bereich der Spekulation. Aufgrund des hohen Risikos sollte man sich als Anleger darüber im klaren sein, dass man nie mit Kapital spekulieren sollte, dass man später noch dringend benötigt (zum Beispiel für die private Altersvorsorge), sondern das investierte Kapital vielmehr als eine Art Wetteinsatz betrachten. Es sollte also zwar nicht wünschenswert, aber auch nicht sehr „schlimm“ sein, wenn man das eingesetzte Geld doch einmal im Rahmen der Spekulation verliert.