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Hohes Rentenalter in Deutschland

Die Bevölkerung wird immer älter, so dass in Zukunft weniger junge Menschen für viele Rentner sorgen müssen. Damit der Generationen-Vertrag nicht an seine Grenzen gerät, wird das Rentenalter ein weiteres Mal erhöht.

Deutschland hat keine reichen Rohstoffvorkommen, kein Öl, nur wenig teure Kohle, kein Gas oder Gold. Der Wohlstand baut vor allem auf der Industrie und Arbeit unserer Leistungsgesellschaft. So arbeitet der durchschnittliche Deutsche mehr und länger, als die Menschen in den meisten anderen Ländern. Das sieht man auch am Rentenalter.

Offiziell kann zurzeit noch jeder in Rente gehen, der das 65. Lebensjahr abgeschlossen hat. Diese Altersgrenze von 65 Jahren nennt man auch das Regeleintrittsalter. Wie inzwischen allgemein bekannt ist, soll dieses jedoch im Zuge des nicht unumstrittenen RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes, das am 20. April 2007, beschlossen wurde, schrittweise auf 67 Jahre erhöht werden. Die Erhöhung beginnt ab 2012, wobei das Eintrittsalter jedes Jahr um einen Monat gesteigert wird, sodass jene, die im Jahr 2012 in den Ruhestand wechseln wollen, 65 Jahre und einen Monat alt sein müssen.

So wird das Eintrittsalter als Reaktion auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung bis 2024 auf 66 Jahre angepasst sein. Danach erhöht sich das Rentenalter doppelt so schnell, sodass man schon im Jahr 2031, also ab dem Geburtsjahrgang 1964, die volle Wucht des Gesetztes abbekommt.

Ob Menschen, die das ganze Leben hart gearbeitet haben - zum Beispiel auf Baustellen, mit 67 überhaupt noch fähig sind, ihre Arbeit effizient zu verrichten, so dass sie nicht gegenüber den jüngeren Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden, ist mehr als zweifelhaft. Daher fordern Kritiker zumindest Ausnahmen für Gruppen, bei denen die Arbeit körperlich sehr belastend ist.

Nach wie vor gibt es noch die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen, wenn man lange genug, also mindestens 35 Jahre lang, eingezahlt hat. In diesem Fall werden allerdings dauerhaft 0,3 Prozent der Rente für jeden Monat vor dem Regeleintrittsalter abgezogen. Möglich ist sogar ein um zwei Jahre beschleunigter Eintritt - dann aber mit Abschlägen in Höhe von satten 14,4 Prozent - und zwar bis zum Ende des Lebens. So ist jede Entscheidung über einen früheren Rentenbeginn sehr weitreichend und sollte zuvor genau überlegt sein.

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