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Ist ein Bausparvergleich lohnenswert?

Beim Bausparvergleich kann man kleinere Unterschiede bei den Guthabenzinsen und den Zinsen für das künftige Baudarlehen aus dem Vertrag finden. Bei langen Laufzeiten macht das eine Menge Geld aus.

bausparvergleich
Foto: © insektivor212 / http://www.pixelio.de

Zwar gelten die Bausparverträge durchweg als eine gute Vorbereitung auf ein ins Auge gefasstes Bauvorhaben, doch wie bei jedem Kredit gibt es auch hier kleine Differenzen zwischen den einzelnen Angeboten, die man nutzen kann, um die Kosten für die eigene Baufinanzierung ein wenig senken zu können.

Doch welche Faktoren spielen beim Bausparvergleich überhaupt eine Rolle? Das geht schon los bei den Abschlussgebühren, die für den Bausparvertrag erhoben werden. Ein weiterer Knackpunkt sind die Guthabenzinsen, die einem die gewählte Bausparkasse für den Ansparzeitraum gewährt und die nach Erreichen der Mindestbausparsumme auch für die Wartezeit bis zur Zuteilung gezahlt werden.

Ein zweites großes Feld für den Bausparvergleich ist das Baudarlehen selbst. Hier kommt es darauf an, welche Zinsen dafür vertraglich vereinbart werden können. Maßgeblich sind hier die effektiven Jahreszinsen, weil sie einige Nebenkosten bereits enthalten. Schließt man den Bausparvertrag in einer Niedrigzinsphase ab, kann es sein, dass die Zinsen für das Baudarlehen leicht über den marktüblichen Zinsen liegen. Das kommt aber sehr selten vor, weil das Bauspardarlehen zu den günstigsten Möglichkeiten einer Baufinanzierung überhaupt zählt.

Außerdem sollte man beim Bausparvergleich schauen, ob der Vertrag für das Baudarlehen ein Disagio enthält. Das kann den Kredit nämlich deutlich verteuern. Als Disagio wird der Teil eines Darlehens bezeichnet, den die Bank nicht mit auszahlt. Man müsste also seine Kreditsumme um diesen Betrag erhöhen, um am Ende die benötigte Summe auch wirklich ausgezahlt zu bekommen.

Die verschiedenen Förderungen kann man beim Bausparvergleich außen vor lassen, weil sie nach bestimmten Kriterien einheitlich auf alle Verträge gezahlt werden, egal zu welchen Konditionen man sie abschließt. Die Höhe der Bausparzulage ist abhängig von den Beträgen, die man monatlich auf das Bausparkonto einzahlt. Außerdem fließen hier soziale Faktoren mit in die Berechnung der staatlichen Zulagen ein. Eine weitere Kostensenkung kann man erzielen, wenn man die Sparbeiträge direkt vom Arbeitgeber überweisen lässt, denn sie mindern das versicherungspflichtige Einkommen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Bausparvertrag vor allem für denjenigen eine gute Lösung ist, der zum Zeitpunkt des Abschlusses weiß, dass bis zum Startschuss für sein Bauvorhaben noch mehrere Jahre vergehen.