Ökologisches Investment: Zukunftsträchtig für Anleger

Einst waren Solarzellen auf dem Dach ein Zeichen dafür, dass der Hausbesitzer ein idealistischer, selbstloser Umweltschützer ist. Heute lässt sich mit Investitionen in grüne Technologien auch Gewinn erwirtschaften.

Ökologische Investitionen lassen sich auf vielerlei Art tätigen. Man kann die eigene Energieeffizienz erhöhen, und profitiert von niedrigeren Ausgaben für Strom und andere Energieträger. Man kann direkt in die Erzeugung ökologisch korrekten Stroms oder anderer Öko-Produkte investieren. Eine weitere Möglichkeit, besonders für große Anlagesummen, ist die Investition in Wertpapiere und Finanzprodukte, die als ökologisch betrachtet werden.

Oft sind die naheliegenden Investitionen die lukrativsten: Wer auf ein spritsparenderes Fahrzeug, oder gleich auf das Fahrrad umsteigt, kann mit einer vergleichsweise kleinen Investition die monatlichen festen Ausgaben bedeutend senken. Die Renovation der Hausfassade spart nicht nur Heizkosten, sondern wird von Staat auch finanziell unterstützt; so lohnt es sich gleich doppelt, in die Energieeffizienz von Wohneigentum zu investieren. Ähnlich sieht es aus bei der Umrüstung auf Heizsysteme mit besserer Ökobilanz: Holzpellet-Heizungen oder Gasheizkessel mit Kraft-Wärme-Kopplung senken nicht nur die Ausgaben für Heizenergie und Warmwasser, sondern lassen den Besitzer, der die Modernisierung vornimmt, auch von steuerlichen Vorteilen profitieren.

Eine etwas offensivere Strategie ökologischer Investments ist es, direkt in die Erzeugung ökologischer Energie zu investieren. Während die Stromerzeugung lange Zeit Sache von Stadtwerken und großen Kraftwerk-Betreibern war, liegt es in der Natur von Solar- und Windkraft, dass jeder Haus- oder Grundstückbesitzer sie aufbauen und betreiben kann. Da die Sonne überall scheint, und der Wind fast überall bläst, ist das Aufstellen von Stromerzeugungs-Anlagen, die mit diesen Energiequellen arbeiten, eine sehr breit angelegte Angelegenheit, an der unzählige Privatpersonen beteiligt sind. Der so erzeugte Strom wird bei der Einspeisung ins Netz bevorzugt behandelt und großzügig, nach festen Tarifen vergütet; so ist eine Investition in Solarpanels oder Windräder keine Wette auf hohe Strompreise, sondern eine vergleichsweise sichere Investition.

Eine weitere beliebte Art, in umweltfreundliche wirtschaftliche Aktivitäten zu investieren, sind Wertpapiere und andere Finanzprodukte, die im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, alternativen Antrieben für Autos und anderen neuen Produkten stehen, welche die Welt in eine grünere Zukunft führen sollen. Der Hype um die grünen Aktien ist so groß, dass manche Analysten bereits von einer "grünen Blase" sprechen. Das beleuchtet auch das Hauptproblem dieser Anlageform: obwohl grüne Produkte sehr vielversprechende Aussichten auf den Weltmärkten haben, und obwohl man davon ausgehen kann, dass es mit diesem Sektor aufwärtsgehen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Nur Experten können abschätzen, ob die Wertpapiere und Finanzprodukte, in der Form wie sie sich aktuell auf dem Markt befinden, aufgrund der starken Nachfrage nach ihnen nicht überbewertet sind. Sollte dies der Fall sein, und die Papiere zu einem überhöhten Preis gehandelt werden, dann stellt sich die paradoxe Situation ein, dass Anleger, die heute solche Papiere kaufen, mit dieser Anlage Geld verlieren, obwohl die Firma in der gleichen Zeit wächst. So muss man für Investitionen auf den Aktienmärkten eine gewisse Fachkenntnis mitbringen, damit aus der positiven Entwicklung der Realwirtschaft auch finanzieller Profit wird.

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