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Online oder vor Ort einen Bausparvertrag beantragen

Früher musste ein Bausparkunde seinen Bausparvertrag direkt bei der Bausparkasse oder bei einer mit der Bausparkasse kooperierenden Bank oder Sparkasse beantragen. Heute geht das auch online.

bausparvertrag beantragen
Foto: © Stephanie Hofschlaeger / http://www.pixelio.de

Seit vielen Jahren und Jahrzehnten benutzen die Bausparkunden ihren Bausparvertrag zur Finanzierung einer Immobilie, beziehungsweise zur Renovierung oder Modernisierung ihres Eigentums. Andere wohnwirtschaftliche Verwendungsmöglichkeiten sind der An-, Um- oder Ausbau sowie die Auszahlung anderer Erben einer Immobilie. Viele Bausparer haben auch nur einen Bausparvertrag abgeschlossen, um die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers unterzubringen. Einige Tarife der Bausparkassen bieten bei einer ratierlichen Ansparung im Vergleich zu anderen Ansparprodukten eine ansprechende Verzinsung. Zusammen mit den staatlichen Prämien ergeben sich beachtliche Renditen.

Ein Bausparkonto wurde in der Vergangenheit bei einem Bausparkassenmitarbeiter oder einem Mitarbeiter der Bank oder Sparkasse abgeschlossen, die den Vertrag der gewünschten Bausparkasse anbieten. Die Mitarbeiter der Bausparkassen haben meistens einen festen Standort, besuchen die Bausparkunden aber auch zu Hause. Möchte der Bausparkunde einen neuen Bausparvertrag abschließen, unterhalten sich der Bausparkassenmitarbeiter und der Kunde erst einmal über den Zweck, der mit dem Abschluss des Vertrages verbunden sein soll. Bei einer zukünftigen Finanzierung ist wichtig zu wissen, wann der Bausparvertrag mit welcher Bausparsumme in Anspruch genommen werden soll. Daraus ergeben sich die notwendige Ansparung eines Guthabens und die monatliche Ansparrate. Natürlich kann ein Bausparkonto auch mit Sonderzahlungen angespart werden, bei dieser Entscheidung hat der Bausparkunde völlig freie Hand. Aus dem Grund für den Abschluss ergibt sich normalerweise auch der Bauspartarif, der für das geplante Vorhaben sinnvoll ist. Sind alle Punkte geklärt, muss ein Antragsformular ausgefüllt werden und der Bausparkunde hat den Antrag zu unterschreiben. Außerdem muss er sich mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass legitimieren. Wenige Tage später kommt dann die Bausparurkunde, die die wichtigsten Daten wie Tarif und Bausparsumme enthält. Vielfach führt der von der Bausparkasse empfohlene Regelsparbeitrag bei dem Kunden zu Irritationen, denn häufig ist er höher als die vorgesehene monatliche Ansparrate.

Hat ein Bausparkunde schon Erfahrungen mit Bausparverträgen und den einzelnen Tarifen gesammelt, so kann er das neue Bausparkonto auch online einrichten. Dabei muss er dann auf eine Beratung verzichten, hat aber auch kein Beratungsgespräch zu führen. Diese Variante geht also deutlich schneller. Bei einigen Bausparkassen wird der Onlineabschluss gefördert. Hier hat der Bausparkunde nur die halbe Abschlussgebühr zu entrichten, was schnell einige hundert Euro, abhängig von der Bausparsumme, sparen kann. Die Frage ist allerdings, inwieweit ein Bausparkassenmitarbeiter, der im Wesentlichen nach seinen Abschlüssen bezahlt wird, motiviert ist, bei Serviceanforderungen behilflich zu sein. Diese Dienstleistungen können beispielsweise Veränderungen der Einzugsermächtigungen, Auszahlungen oder Darlehnsbeantragungen sein.