Das Auf und Ab der verschiedenen Rohstoff-Preise

Jeder Mensch benötigt täglich zahlreiche verschiedene Güter, um sein Überleben, aber auch seinen Wohlstand zu sichern. Rohstoffe wie Öl, Zucker oder Baumwolle werden lebhaft an den Weltmärkten gehandelt.

Der Handel mit Rohstoffen aller Art wird seit Menschengedenken betrieben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Rohstoffe werden aber nicht nur benötigt, um den täglichen Bedarf beispielsweise an Nahrungsmitteln oder Energie zu decken. Der Handel mit Rohstoffen ist mit entsprechenden Investitionen, aber auch in vielen Bereichen mit sehr hohen Gewinnen verbunden. Daher ist der Rohstoffhandel durchaus als alternative Anlagemöglichkeit zu sehen. Gerade in Krisenzeiten, in denen der Handel mit Aktien und Anleihen nicht die gewünschten oder erforderlichen Erträge erzielen konnten, war es möglich, mit Rohstoffen ansehnliche Gewinne zu erwirtschaften. Bevorzugt wird natürlich ein Handel mit besonders begehrten Rohstoffen wie Öl, Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin. Aber auch Rhodium oder Palladium zählen zu den hoch und viel gehandelten Stoffen an den Märkten.

Wie bei allen Dingen, die an den nationalen und internationalen Märkten gehandelt werden, bestimmen unter anderem Angebot und Nachfrage den Preis. Aber auch die Inflation nimmt Einfluss auf die aktuellen Preise, so auch im Bereich des Rohstoffhandels. In der Regel bedeutet ein Anstieg der Inflation auch einen Zinsanstieg. Dies wiederum bringt einen Rückgang der Kurse für Anleihen mit sich. Das kann bedeuten, dass Aktien für Anleger an Attraktivität verlieren. Ein ideales Depot eines Anlegers beinhaltet meist einen ausgewogenen Mix, der unter anderem Aktien umfassen kann. Wird das Anlagespektrum nun um Rohstoffe ergänzt, stellt dies eine adäquate Absicherung gegen Inflation und dem damit verbundenen Verlust dar. Wenngleich die Rohstoffmärkte im Gegensatz zu den Aktienmärkten unempfindlicher auf aktuelle Vorkommnisse, so beispielsweise eine drohende Staatspleite reagieren, hinterlassen derartige Situationen dennoch auch hier entsprechende Spuren. Selbst wertstabile Rohstoffe wie Gold können sich dann oftmals dem immensen Druck nicht entziehen und der Preis gibt nach.

Hightech-Nationen scheinen einen schier unersättlichen Hunger nach Edelmetallen zu verspüren. Gold, Silber und Platin finden sowohl in der Schmuckherstellung als auch in der Elektro- oder Fotoindustrie verbreitet Anwendung. Aber auch die Autoindustrie benötigt Edelmetall für die Herstellung leistungsfähiger Katalysatoren. Die Anwendungsgebiete für derartige Rohstoffe sind also sehr breit gefächert. Eine Änderung des noch immer steigenden Bedarfs ist nicht abzusehen. Während sich der Anleger, der mit Rohstoffen Gewinne erzielen möchte, sich über steigende Preise in diesem Bereich freut, bedeutet dies im Gegenzug für den Verbraucher ebenfalls zunehmende Kosten der Lebenshaltung. Betrachtet man den Zuckerpreis, wird diese Entwicklung sehr deutlich. Obwohl die Preise im Inland im Vergleich zum angrenzenden Ausland vergleichsweise niedrig sind, kam es in der Vergangenheit zu einer entsprechenden Anhebung des Zuckerpreises. Obwohl noch immer ein strenger Wettbewerb und Preiskampf vor allem unter Discountern herrscht, ist Zucker preislich höher angesiedelt, als es vorher der Fall war.

Wie in allen Anlagebereichen findet man auch an den Rohstoff-Märkten der Welt häufig sogenannte Spekulanten. Sie nehmen derart Einfluss auf die Preise, dass diese oftmals nicht länger Angebot und Nachfrage widerspiegeln. Die Folge sind sehr starke Preisschwankungen.