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Solar-Aktien: Konsolidierung oder wieder ein Boom?

Aktien von Solar-Unternehmen haben im ersten Jahrzehnt rasant an Wert gewonnen. Ob die Technologie-Startups auch in der Zukunft eine gute Anlage sind, entscheidet auch der Konkurrenzdruck aus Asien.

Aktien von Solarunternehmen haben teilweise so rasant an Wert gewonnen, dass manche schon eine Blase befürchteten, die platzen könnte. Tatsächlich war der Solar-Himmel nicht immer gleich ungetrübt: Die Subventionen in Deutschland werden nun doch schneller reduziert als angekündigt und ausländische Konkurrenz bereitet Solarmodul-Herstellern hierzulande Kopfschmerzen. Doch im Großen und Ganzen sind die Aussichten nicht schlecht, denn erneuerbare Energien sind noch lange nicht an ihrem Zenit angekommen.

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wurden Land- und Hausbesitzern, die ihre eigene Solarenergie-Anlage installierten, Abnahmepreise für den so erzeugten Strom garantiert. Um die Hersteller der Solarzellen zum Ausbau der Produktionskapazitäten zu bewegen, stellte man einen Plan auf, in dem auf Jahre hinaus die Höhe der Subventionen prognostiziert wurde. Tatsächlich wurden unerwartet viele Solarenergie-Anlagen in Deutschland an das Stromnetz angeschlossen; die Aktienkurse der Solar-Unternehmen schossen in die Höhe.

Überrascht von dieser Entwicklung, wurden die Subventionen für zukünftig installierte Anlagen schneller gekürzt als erwartet. Besitzer bereits installierter Solarmodule betraf das nicht, wohl aber Solarunternehmen, die plötzlich mit einer gesunkenen Nachfrage konfrontiert waren. Gleichzeitig drängten asiatische Hersteller auf den deutschen Markt. Mit dem plötzlichen Überangebot sanken die Preise; Hersteller hierzulande büßten einiges an Rentabilität ein, weil sie sich mit den vergleichsweise günstigen Solarzellen aus China einen Preiskampf liefern mussten.

Dennoch bedeutet die derzeitige Konsolidierung der Aktien von Solarzellen-Herstellern nicht das Ende des Aufschwungs für Solar-Papiere. Es werden weiterhin immer mehr Solar-Anlagen aufgestellt. Wenn die Unternehmen es schaffen, ihre Herstellungskosten zu senken, können sie bald von dem Solarboom profitieren, der wahrscheinlich bald auch in anderen Ländern folgen wird. Wenn mit der anziehenden Konjunktur auch die Preise für den Übersee-Transport steigen, wird die asiatische Konkurrenz ihre Solarzellen nicht mehr so viel billiger anbieten können wie deutsche Produzenten.

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