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Bausparguthaben als Grundlage für das Bauspardarlehen

Im Laufe der Laufzeit eines Bausparkontos sammelt sich ein Guthaben, das neben den eingezahlten Beiträgen die vereinbarten Zinsen sowie etwaige Prämien und Gutschriften einschließt.

Bausparkontos haben sich zu einer beliebten Form von Sparverträgen entwickelt, mit denen die Kontoinhaber meistens den Bau oder Kauf von Immobilien oder Wohngrundstücken finanzieren, mit denen sie aber je nach Art des Bausparvertrags auch ein Vermögen für andere Zwecke ansparen können. In der in der Regel sehr langen Vertragslaufzeit sammelt sich auf dem Konto ein Guthaben, das sich aus verschiedenen Geldquellen zusammensetzt. Zu den monatlich auf das Bausparkonto eingezahlten Beiträgen kommen staatlichen Förderungen wie die Arbeitsnehmersparzulage oder Wohnungsbauprämien, die entsprechenden Zinssätze der Bank sowie weiteren Leistungen des jeweiligen Kreditinstituts.

Die Höhe des Bausparguthabens ist hauptsächlich für das Bauspardarlehen wichtig, mit dem der Häuserbau oder der Kauf von Immobilien finanziert werden kann. Mit dem erreichten Guthaben als Grundlage errechnet die Bank eine Bewertungszahl, anhand derer die Genehmigung für das Darlehen erteilt wird. Je nach Bank und abgeschlossenen Tarif muss der Kunde erst 40-50 % der gesamten Bausparsumme angespart haben, bevor ihm der Betrag ausgezahlt wird. In der Regel bedeutet dies, dass man zunächst einmal etwa acht Jahre ein Guthaben ansparen muss, bevor man das Darlehen erhält und insgesamt etwa 18-20 Jahre vergehen, bis man die gesamte Summe abbezahlt hat. Die genauen Zahlen variieren in Abhängigkeit des Tarifs, der Zinsen, der Mindestvertragslaufzeit, der Regel- und Tilgungsbeiträge, der Abschlussgebühr und weiteren Faktoren. Mögliche Prämien sind die Riesterzulage, die Wohnungsbauprämie und die Arbeitsnehmer-Sparzulage erlangen.

Aber auch unabhängig von der Finanzierung von Immobilien mag das auf dem Bausparkonto gesammelte Guthaben für einige Menschen interessant sein. Es besteht beispielsweise auch die Möglichkeit, das Geld über einen festgelegten Zeitraum, beispielsweise sieben Jahre, auf dem Bausparkonto festzulegen und sich nach Ablauf der Frist das gesamte Guthaben inklusive staatlicher Unterstützungen und Zinsen auszahlen zu lassen. Hierfür gibt es spezielle Angebote, bei denen die Möglichkeit auf ein Darlehen zwar gegeben ist, das Geld nach einem festen Zeitraum aber auch mit Zinsen ausgezahlt werden kann. Oft zahlt die Bank bei einer langen Vertragsdauer auch zusätzlich eine Treueprämie.