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Thema Fondsrente: Bedingungen und Sicherheit

Wer in Investmentfonds zur Alterssicherung anlegt, wird durch die gesetzlichen Bedingungen zur Altersvorsorge-Sondervermögen abgesichert. Die Fondsrente konnte sich bis heute aber nicht wirklich durchsetzen.

Fondsrente – das sind Altersvorsorge-Sondervermögen-Anlagen (AS-Fonds), die als Investmentfonds zur Altersvorsorge aufgelegt werden. Seit 1998 sind die Bedingungen für AS-Fonds durch den Gesetzgeber fest geschrieben. Der AS-Fonds zur Altersabsicherung sieht dabei Schwerpunktinvestitionen in Immobilien und Aktien vor. Pflicht für alle AS-Fonds sind Spar- und Entnahmepläne.

Die Fondsrente wurde als Alternative zur Kapitallebensversicherung geschaffen. Grundsätzlich sind Anlagen in Immobilien, verzinste Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen möglich. Nur Angebote zur Fondsrente, die alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllen, dürfen als „Altersvorsorge-Sondervermögen“ angeboten werden. Vorgeschrieben wird neben den Schwerpunktinvestitionen in Aktien und Immobilien eine Investition von mindestens 51 Prozent des Fondsvermögens. Der Anteil an Immobilien beläuft sich auf maximal 30 Prozent, Aktien und Beteiligungen dürfen bis zu 75 Prozent des Fondsvermögens betragen.

Spekulative Anlagen in risikobehaftete Derivate sind beim AS-Fonds nicht erlaubt. Nur ein Drittel der Anlage darf zudem dem Währungskursrisiko unterliegen. Alle Gewinne werden beim Altersvorsorge-Sondervermögen reinvestiert. Pflicht ist für alle Anbieter der Fonds das Angebot von Spar- und Entnahmeplänen. Die Sparpläne haben eine Laufzeit von mindestens 18 Jahren. Nach einer vereinbarten Laufzeit muss die Investmentgesellschaft unattraktive Fondsanteile kostenlos gegen lukrativere Anlagen eintauschen. Zum Abschluss der Fondsrentenlaufzeit ist eine Ausschüttung des Kapitals in einer Summe oder als verzinste Ratenzahlung an den Anleger möglich.

Trotz gesetzlicher Verankerung der Anlagestrategie ist ein AS-Fonds den üblichen Kapitalmarktrisiken unterworfen. Der Rentenfonds steht und fällt mit der Qualität seines Fondsmanagements. Wertschwankungen müssen über die gesamte Vertragsdauer einkalkuliert werden.

Der AS-Fonds konnte sich bisher nicht durchsetzen. Grund: Es gibt keine steuerliche Förderung für das Altersvorsorgemodell. Einmalzahlungen können nicht steuerlich geltend gemacht werden und alle Erträge über dem Freibetrag werden fest versteuert. Misch- und Dachfonds sind mit dem AS-Fonds vergleichbar – unterliegen aber keinen gesetzlichen Anlagebedingungen. An Attraktivität würde der Rentenfonds erst mit steuerlichen Förderungen gewinnen.