DAX+0,57 % EUR/USD+0,32 % Gold0,00 % Öl (Brent)+0,71 %

Unternehmensanteile besitzen: Die Kapitalbeteiligung

Clever investieren oder mitbestimmen: Mitarbeiter oder Aktionäre können Anteile an einem Unternehmen besitzen. Die Kapitalbeteiligung für Aktionäre und Mitarbeiter mit Unternehmensanteilen in der Übersicht.

kapitalbeteiligung
Foto: © Gerd Altmann / http://www.pixelio.de

Eine Kapitalbeteiligung bezeichnet einen Anteilsbesitz am Gesamtunternehmen. Am bekanntesten ist dabei die Unternehmensbeteiligung durch den Erwerb von Aktien von börsennotierten Aktiengesellschaften. Jeder Aktionär hält mit dem Erwerb von Aktien einen Teil des Grundkapitals der AG und damit auch ein Mitbestimmungsrecht auf Aktionärsversammlungen. Diesem Grundsatz entsprechend erhalten auch Kleinaktionäre Einladungen zu den Aktionärsversammlungen großer Aktiengesellschaften.

Eine persönliche Kapitalbeteiligung an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wird hingegen als Anteilseigner bezeichnet. Der Anteilseigner einer GmbH hält fest gelegte Anteile am Unternehmen und wird im Sprachgebrauch auch Gesellschafter genannt. Wer sich hingegen an einer Personengesellschaft beteiligt, ist ein Mitunternehmer eines Gewerbetriebes.

Mit einer Kapitalbeteiligung erwerben Aktionäre und Gesellschafter einen Anteil am Nominalkapital ihres Unternehmens. Das Nominalkapital stellt das Grundkapital oder Stammkapital einer Gesellschaft dar. In der Praxis erwirbt ein Aktionär oder Gesellschafter allerdings nicht den tatsächlichen nominalen Anteil am Grundkapital des Unternehmens, sondern zahlt einen erhöhten Preis, der die Gesamtheit des Unternehmens repräsentiert. In Deutschland werden natürliche Anteilseigner mit 25 bis 60 Prozent bei den Ausschüttungen zur steuerlichen Kasse gebeten. Fließt der Beteiligungsgewinn in das eigene Unternehmen, werden dabei 60 Prozent versteuert. Private Anleger, die ihren Ertrag auch wieder aufs Privatkonto bringen, zahlen pauschal 25 Prozent Steuern.

Nicht unerwähnt soll auch die Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung bleiben. Bei vielen großen Unternehmen in Deutschland halten nämlich die Mitarbeiter eine dauerhafte Beteiligung an ihrem Unternehmen und tragen damit in guten wie auch in schlechten Zeiten einen Anteil am Grundkapital. Eine Insolvenz kann, sofern keine Insolvenzsicherung vereinbart wurde, auch zum Kapitalverlust des Mitarbeiters führen. Beteiligte Mitarbeiter verlieren damit bei einer Insolvenz ihre private Sicherung und zusätzlich den Arbeitsplatz. Über die verschiedenen Möglichkeiten, Haftungsrisiken und steuerlichen Aspekte der Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung sollte sich daher jeder Interessent ausführlich beraten lassen. Auch steuerrechtlich werden die verschiedenen Unternehmensbeteiligungen differenziert erfasst.