Wie funktionieren Immobilienfonds als Kapitalanlage?

Wer Immobilienbesitz erwerben will, muss nicht gleich eine Wohnung oder ein Haus kaufen, denn über Immobilienfonds kann sich schon mit kleinen Geldbeträgen an Objekten beteiligt werden.

Immobilienfonds sind eine Form der Kapitalanlage und zählen zu den Investmentfonds, die grundsätzlich einem einheitlichen Funktionsprinzip folgen, indem sie das Geld ihrer Anleger einsammeln, bündeln und dann nach den Vorgaben des Fonds investieren. Solche Investments können in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Währungen oder auch Immobilien erfolgen. Gerade diese gelten als krisensichere, wertstabile und rentable Anlage, wobei nicht alle Sparer in der Lage sind, eine Wohnung oder ein komplettes Haus zu erwerben, um dann die Mieten als Kapitalertrag einzunehmen. In die Immobilienfonds können dagegen auch schon kleinere Geldbeträge investiert werden, was die Anlageform für alle Sparer öffnet, die ihre Vermögensplanung auf Sachwerten gründen wollen. Fachleute aus dem Finanz- und Immobilienbereich führen diese Fonds, verwalten das eingezahlte Vermögen und treffen die Entscheidungen über die Investition dieser Gelder.

Es lassen sich zwei Arten von Immobilienfonds unterschieden, die dann als offener oder geschlossener Fonds bezeichnet werden und so Auskunft über ihr Ausgestaltung geben. Ein offener Immobilienfonds verwaltet mindestens 15 Objekte und seine Anteile können von jedem Anleger an der Börse zum jeweils aktuellen Ausgabepreis erworben werden, der den Wert des Anteils am Gesamtvermögen ausdrückt und zusätzlich noch einen Ausgabeaufschlag enthält, mit dem sich der Fonds finanziert. In der offenen Form haben Immobilienfonds keine feste Laufzeit und die Sparer können ihre Anteile jederzeit zum Rücknahmepreis veräußern. Der Wert eines einzelnen Anteils liegt in der Regel deutlich unter dem Kapitalbetrag, der für ein Investment in einen geschlossenen Immobilienfonds verlangt wird. Außerdem lassen sich die geschlossenen Fonds nur in einem bestimmten Zeitraum erwerben, wenn der Fonds aufgelegt wird und das Geld von Anlegern einsammelt. Nach der Schließung werden die Anleger im rechtlichen Sinne zu Unternehmern mit ihrer Beteiligung an einem bestimmten Objekt, was auch die Handelbarkeit dieses Fondsmodells einschränkt, da für geschlossene Immobilienfonds kein Börsenhandel existiert.

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