DAX-0,98 % EUR/USD-0,03 % Gold+0,02 % Öl (Brent)0,00 %

Bei Anleihen die Empfehlungen bewerten - so geht's

Anleihen gelten als sichere Geldanlage. Insbesondere staatliche Anleihen wie die der Bundesrepublik Deutschland mit langen Laufzeiten gelten als solide Investition. Wie kann man solche Empfehlungen eigentlich bewerten?

Anleihen (auch Schuldverschreibungen genannt) sind ein klassisches Instrument der Geldbeschaffung und werden sowohl von Unternehmen als auch von Institutionen und Staaten genutzt, um sich Kapital zu verschaffen. Das Besondere für den Anleger ist dabei der Rückkaufanspruch. Das bedeutet im Klartext: Die Anleihe wird vom Herausgeber (auch Emittent genannt) in jedem Fall zurückgenommen. Der Anleihe-Inhaber ist somit ein Gläubiger des Emittenten, der diesem darüber hinaus einen Zins auf das geliehene Kapital zahlt.

Ausschlaggebend für die Attraktivität einer Anleihe ist an erster Stelle der Anleihekurs, zu dem der Anleger kauft. Dieser wird in Prozentpunkten des Nominalwertes angegeben. Liegt der Kurs also zum Beispiel bei 104%, erhält der Anleger vom Emittenten am Rückkauftag für eine Anleihe von 100 Euro 104 Euro ausbezahlt. Grundsätzlich sind zwei Anleihe-Formen zu unterscheiden: die festverzinsliche, bei der von Anfang an feststeht, welcher Zins am Ende herauskommt und nicht-festverzinsliche Anleihen, deren Rückzahlungswert zum Beispiel von der Wachstumsentwicklung abhängt. Je höher das Risiko für den Anleger ist, desto höher fällt in der Regel der Gewinn aus. Das lässt sich gut am Beispiel griechischer Staatsanleihen zeigen. Griechenland muss momentan rund 15% Zinsen zahlen, da das Ausfall-Risiko für den Anleger hoch ist. Deutschland als kreditwürdiger Emittent zahlt rund 2% Zinsen. Die Rendite für Anleger ist also geringer. Alle Angaben entsprechen dem Stand von Juni 2011.