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Solaranlagen: Zuschuss vom Staat auch beim Umbau

Wer sich eine Solaranlage installieren lässt, kann seit einigen Monaten auf einen höheren Zuschuss vom Staat hoffen. Dies führt dazu, dass eine solche Anlage sich schneller amortisiert.

Eine sinnvolle Ergänzung bei der Warmwasserbereitung und der Heizungsunterstützung ist eine solarthermische Anlage. Im Normalfall werden die hohen Installationskosten erst nach einigen Jahren durch die geminderten Heizkosten wieder aufgehoben. Seit diesem Sommer gibt es von staatlicher Seite einen erhöhten finanziellen Zuschuss beim Ein- oder Neubau einer solchen Anlage. Dies hat zur Folge, dass sich die Amortisation schneller bemerkbar macht. Ein Antrag zur Förderung kann auch noch einige Monate nach der Inbetriebnahme gestellt werden. Um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, muss neben dem Antrag auch die Rechnung der Installationsfirma mit eingereicht werden. Die Formulare sind in den letzten Monaten mehrfach bearbeitet worden, es ist wichtig, dass nur die aktuellsten Formblätter verwendet werden. Auch werden nicht alle Solaranlagen in gleicher Höhe bezuschusst. Vor dem Einbau sollte also eine umfassende Information stattfinden, sonst kann es später ein unangenehmes Erwachen geben.

Die geringsten Gelder gibt es bei einer reinen Warmwasseranlage, wird sich für eine Kombi-Anlage entschieden, dann fallen die Zuschüsse entschieden höher aus. Auch werden die Anzahl der Kollektoren unterschiedlich bewertet. Bestehende Anlagen, die erweitert oder umgebaut werden, bekommen ebenfalls eine staatliche Förderung. Zuschüsse gibt es auch, wenn der alte Kessel mit einem neuen, den aktuellen Brennwerttechniken angepassten Kessel ausgetauscht wird. Hier gibt es diverse Abstufungen, etwa die Zeit zwischen Kesselaustausch und Anlageninbetriebnahme. Eine umfassende Information kann eine befugte Installationsfirma geben oder direkt die dafür zuständige Behörde.

Eine interessante Variante des Förderzuschusses ist der Effizienzbonus. Dafür mus ein sehr niedriger Primärenergiebedarf nachgewiesen werden. Hier ist das Baujahr des Hauses maßgeblich und ein hydraulischer Abgleich in der Heizkurve der Heizungsanlage. Dann können bis zum Doppelten des eigentlichen Förderzuschusses noch einmal Gelder fließen. Sonnenkollektorpumpen und Umwälzpumpen werden mit weiteren Zuschüssen gefördert, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise werden Sonnenkollektorpumpen, die mit einem EC-Motor ausgestattet werden, belohnt, hier werden pro Pumpe weitere Prämien gezahlt. Bei den Umwälzpumpen gibt es große Unterschiede bei der Effizienz und im Energielabel. Pumpen mit höchster Effizienz und niedrigstem Energielabel bekommen eine satte Prämie. Hier ist wiederum wichtig, dass jedes einzelne Teil der Anlage, welches bezuschusst werden soll, in der Facherklärung aufgeführt ist. Auch sind sämtliche Rechnungen von der Installationsfirma dem Antrag beizulegen.

Für eine optimale Ausbeute einer Solaranlage ist es notwendig, dass die Kollektoren sauber sind, sonst kann nicht genug Sonnenlicht aufgenommen werden. Durch die schräge Anbringung der Module ist es meistens nicht nötig, eine extra Reinigung vorzunehmen, denn Regen und Wind tragen ihr Teil zu einer sauberen Anlage bei. Allein in Großstädten kann es durch die erhöhte Luftverschmutzung zu Effizienz mindernden Ablagerungen kommen. Eine Reinigung sollte jedoch immer nur von einer Fachfirma ausgeführt werden. Unsachgemäße Behandlung kann zu Beschädigungen der Module führen. Fachfirmen verwenden dafür einen Hochdruckreiniger mit destilliertem Wasser und erreichen so optimale Ergebnisse.