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Wodurch werden Devisenkurse beeinflusst?

Die Devisenkurse ändern sich an den Börsen der Welt manchmal binnen weniger Minuten und schon das allein zeigt, dass sie von sehr vielen Faktoren beeinflusst werden.

devisenkurse
Foto: © Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / http://www.pixelio.de

Der Devisenhandel, auch als Forex Exchange Market oder kurz Forex bezeichnet, geht durch den Einsatz der Mittel zum weltweiten elektronisch gestützten Handel extrem schnell über die Bühne. Die Charts weisen aus, dass sich die Devisenkurse in einem genauso rasanten Tempo ändern können. Besonders deutlich wird das, wenn der Broker einer großen Bank oder einer Fondsgesellschaft einen Handel mit einem erheblichen Wertumfang tätigt. Dann kann sich auf der grafischen Darstellung der Devisenkurse schon mal ein senkrechter Strich nach unten oder oben zeigen.

Die Devisenkurse werden auf jeden Fall durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das zeigte sich vor allem um den Jahreswechsel 2008 auf 2009 herum, als sich viele Händler auf den Yen stürzten, weil man die asiatische Wirtschaft als wesentlich krisensicherer einschätzte als die amerikanische und die europäische. Das führte dazu, dass der Yen zeitweise stark überbewertet war. Für die chinesische Regierung hatte das fatale Folgen, denn sie hatte einen großen Teil der Geldreserven in fremden Währungen angelegt. Um die Wirtschaft des Landes fördern zu können, musste man die eigene Währung teuer einkaufen, was zu einem kräftigen Verlust des Wertes der Rücklagen führte.

Auch große weltpolitische Entscheidungen beeinflussen die Devisenkurse. Am deutlichsten wurde das 2001, als der Dollar nach den Attentaten am 11. September kurzeitig kräftig in den Keller rutschte, obwohl er dabei sein historisches Tief der letzten zehn Jahre von 0,82 Euro knapp verfehlte. Am Euro Chart des dritten Quartals 2009 zeigt sich, dass jede einzelne Nachricht aus der Wirtschaft und Politik zu deutlichen Veränderungen führen kann. Als Ende Juli die Einschätzung der deutschen Wirtschaftsexperten kam, dass man im dritten Quartal mit einem Wachstum rechnet, quittierte das der Euro mit einem Wertzuwachs von mehr als vier Cents gegenüber dem amerikanischen Dollar.

Wer die Veränderungen der Devisenkurse nutzen möchte, um daraus Profit zu schlagen, der sollte ständig einen Blick auf die Nachrichten aus aller Welt haben. Jede einzelne von ihnen birgt das Potential, die Crossrates, so werden die Devisekurse im Fachjargon bezeichnet, durcheinander zu wirbeln. Besonders aufmerksam sollte man natürlich sein, wenn man als Händler die Hebelprodukte nutzt, bei denen man seinen Gewinn vervielfachen kann, aber auch ein erhöhtes Verlustrisiko eingeht. Am besten ist es, man aboniert sich die Newsfeeds von einschlägigen Nachrichtenseiten.