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Was man unter dem Zinsfreibetrag verstehen kann

Der Freibetrag für Zinsen senkt die Steuerlast bei Einkünften aus Kapitalanlagen. Dieser hat einen Höchstbetrag und kann ansonsten anteilig angerechnet werden. Dabei sind ein paar Dinge zu berücksichtigen.

Der Freibetrag für Zinsen gilt für die erwirtschafteten Gewinne von Geldanlagen, die dem Anleger jährlich ausgezahlt werden können. Für diese Zinsen ist in der Regel eine Steuer zu zahlen. Durch den Freibetrag kann die Steuerlast verringert werden. Dies ist einer der Vorteile von Geldanlagen. Der Gesetzgeber ermöglicht so eine bessere Altersvorsorge durch das Ansparen von Vermögen. Der Freibetrag richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen und den Werbungskosten, die der Anleger im Jahr aufbringen muss. Steuerzahler mit einem geringen Einkommen haben meist auch einen niedrigeren Steuersatz als Arbeitnehmer mit einem hohen Jahreseinkommen. Hier können unterschiedliche Pauschalen und Freibeträge von den Betreffenden beantragt werden. Diese verringern in der Regel das zu versteuernde Einkommen und senken dadurch die zu zahlenden Steuern.

Ein Freibetrag muss mit der Einkommensteuererklärung beantragt werden, damit er Anwendung findet. In den meisten Fällen wird die zu zahlende Steuer von den jeweiligen Banken oder Geldinstituten einbehalten und an das zuständige Amt geschickt. Durch die Bescheinigung eines Freibetrags kann dieser zur sofortigen Anwendung kommen. Liegt diese noch nicht vor, dann kann der Steuerzahler am Jahresende eine Steuerrückzahlung fordern. Der Freibetrag für Zinsen wird nur für Einkünfte aus Kapitalanlagen berechnet und erteilt. Diese Einkünfte gelten als zusätzliches Einkommen und unterliegen einem sehr viel höheren Steuersatz als die Einkünfte aus einer nicht selbstständigen Arbeit.

Zu diesem Zweck werden die Einkünfte aus Kapitalanlagen um die Werbungskosten verringert. Die so entstandene Differenz wird mit dem Freibetrag verrechnet, und erst dann werden die Steuern festgesetzt. Jeder Anleger hat in erster Linie das Anrecht auf den Höchstbetrag. Liegen die Einkünfte nach Abzug der Werbungskosten unter diesem, dann wird auch nur dieser Betrag gewährt. Dies führt dazu, dass die Zinsen einer Investition auch steuerfrei ausgezahlt werden können. Die Beträge, die über dem Freibetrag liegen, werden mit einem sehr hohen Steuersatz belastet. Diese kann sich der Betroffene unter bestimmten Voraussetzungen anteilig wieder zurückholen. Die Rückerstattung erfolgt über den Lohnsteuerjahresausgleich mit einem gesonderten Formular, das zu den übrigen Unterlagen eingereicht werden muss.

Der Freibetrag für Ertragszinsen kann die Steuerlast senken und führt zu einer gerechteren Behandlung der einzelnen Steuerzahler. In der Regel können Kleinanleger nicht so viele Zinsen erwirtschaften wie Investoren, die einen höheren Betrag anlegen können. Diese niedrigeren Zinsen sind oft steuerfrei, da diese Einkünfte unter dem Freibetrag liegen. Also muss der Kleinanleger keine Steuern zahlen, während der Investor mit den höheren Gewinnen, diese zu versteuern hat. Dies schafft einen gewissen, wenn auch nur sehr kleinen, Ausgleich bei der Besteuerung. Wer nur geringe Renditen erwirtschaftet, muss keine Steuern an den Staat abgeben und kann diese in die Altersvorsorge stecken. Geldanlagen mit einer hohen Rendite erwirtschaften in den meisten Fällen so viel mehr Gewinn, dass unterm Strich immer noch eine höhere Summe herauskommt als bei den Kleinanlegern. Auch diese Summe kann weiter in die Altersvorsorge fließen.