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Anspruch auf Kindergeld für Familien in Deutschland

Der deutsche Staat möchte Familien fördern und hat dafür bereits in der Vergangenheit verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Das heute für selbstverständlich gehaltene Kindergeld ist eines davon.

Familien haben definitiv mehr Haushaltsausgaben als Paare oder Singles. Kindererziehung ist mit relativ hohen Kosten verbunden, die bei niedrigem oder durchschnittlichem Einkommen nicht immer leicht zu tragen sind. Der deutsche Staat hat darum schon vor vielen Jahren Erziehungsgeld an Eltern für die Zeit nach der Geburt eines Babys gezahlt, daraus wurde später das Elterngeld. Familien können außerdem spezielle Fördergelder für den Erwerb eines Eigenheims erhalten und bei besonderer Bedürftigkeit einen Kinderzuschlag ausbezahlt bekommen.

Das Kindergeld ist eine staatliche Unterstützung, die es bereits seit Jahrzehnten gibt. Die zuständigen, auszahlenden Behörden sind die Familienkassen. Ab dem dritten Kind gibt es sogar einige Euros mehr für die Haushaltskasse einer Familie. Das Kindergeld ist eine finanzielle Erleichterung für Eltern, die Kinder zu versorgen haben, doch den kompletten Bedarf für den Nachwuchs deckt es nicht. Vor allem im fortgeschrittenen Alter kosten Kinder deutlich mehr, als das zur Verfügung gestellte Kindergeld abdecken kann, darum machen sich Kinder in Deutschland nicht "von selbst bezahlt". Vor allem einkommensschwache Paare wird das Kindergeld jedoch eine positive Entscheidungshilfe für Kinder liefern.

Anspruch auf das Kindergeld hat ein Kind ab dem Tag der Geburt, die Eltern müssen dafür einen Antrag bei der zuständigen Familienkasse einreichen. Der Obolus wird monatlich ausgezahlt und ist für viele Eltern eine wohltuende Aufstockung zum Gehalt. In früheren Zeiten, als es noch keine solche Unterstützung für Familien gab, haben Eltern es zwar auch geschafft, ihre Kinder zu ernähren, doch oft mit größerem Aufwand, als heute. Sogar ältere Kinder in Ausbildung können bis zu einem gewissen Alter noch Kindergeld beziehen. Einige Eltern überweisen den Betrag sogar monatlich auf das Konto ihres Kindes, entweder als Sparanlage oder als eine Art Taschengeld. Es steht den Eltern völlig frei zu entscheiden, wie sie das Geld einsetzen möchten: Die Kinder haben keinen Anspruch darauf, selbst das Kindergeld zu erhalten.

Manche Menschen möchten das Kindergeld lieber durch Bildungsgutscheine ersetzen oder durch kostenloses Mittagessen an Schulen. Sie befürchten, dass verantwortungslose Eltern das Geld veruntreuen und eventuell Zigaretten und Alkohol davon kaufen. Andere wiederum fühlen sich durch solche Vorschläge bevormundet. Bislang gab es allerdings keine Tendenz des Staates, das Kindergeld durch etwas anderes zu ersetzen, es wird weiterhin regelmäßig in ungekürzter Höhe ausbezahlt: Die meisten Eltern würden ohnehin nicht darauf verzichten wollen.

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