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Das Girokonto ohne Schufa nutzen

Heutzutage kann man auch dann ein Girokonto eröffnen, wenn man negative Einträge in der Schufa hat, was folgerichtig von vielen Banken als Girokonto ohne Schufa bezeichnet wird.

Das Girokonto ist in der heutigen Zeit für nahezu jeden Bürger unverzichtbar, da man viele Eingänge und Ausgänge in Form von Zahlungen nur noch über das Girokonto erhalten beziehungsweise anweisen kann. Vom Grundsatz her hat jeder Bürger ab Vollendung des 18. Lebensjahres das Recht, ein Girokonto zu erhalten. Die Sparkassen sind zum Beispiel gesetzlich dazu verpflichtet, einen Antrag auf ein Girokonto anzunehmen, sofern nicht schwerwiegende Gründe dagegen sprechen. Im Zuge des Girokontos erhalten die meisten Kunden auch einen Dispositionskredit, im Rahmen dessen sie die Möglichkeit haben, das Konto bei Bedarf zu überziehen. Eine Voraussetzung für den Erhalt eines Dispokredites ist jedoch, neben einem regelmäßigen Einkommen, dass man eine Einverständniserklärung zur Schufa-Auskunft unterschreibt und in der Schufa keine negativen Merkmale gespeichert sind. Ist dies der Fall, wird in der Regel kein Dispokredit vergeben. Entgegen der weit verbreiteten Meinung kann man aber dennoch ein Girokonto eröffnen, das so genannte Girokonto ohne Schufa. Von der Konstruktion her verbirgt sich dahinter nichts anderes als ein Guthabenkonto. Das Girokonto ohne Schufa ist also ein ganz „normales“ Girokonto mit allen üblichen Zahlungsverkehrsfunktionen, bis auf die Tatsache, dass man das Konto nicht überziehen, also nicht im Soll führen darf. Bei Minderjährigen ist das Guthabenkonto ohnehin die einzig zulässige Form des Girokontos. Bei volljährigen Kunden wird das Guthabenkonto in Form eines Girokonto ohne Schufa allerdings nur dann genutzt, wenn entweder Negativmerkmale wie Mahnbescheide oder Eidesstattliche Versicherungen in der Schufa vorhanden sind, oder auch dann, wenn der Kunde schon einmal wegen grob vertragswidrigem Verhalten aufgefallen ist. Da die Bank als kontoführendes Institut mit der Eröffnung vom Girokonto ohne Schufa (Guthabenkonto) kein Risiko eingeht, wird dieses in der Regel auch jedem Kunden zur Nutzung ermöglicht. Natürlich kann man als Kunde auch bewusst nach diesem Konto fragen, wenn man zum Beispiel vermeiden möchte, dass das Girokonto „ungewollt“ überzogen werden kann. Ungewollt kann bedeuten, dass ein Missbrauch von Betrügern nur im Rahmen des Guthabens möglich ist. Ferner möchten sich einige Kunden auch vor sich selber "schützen", weil sie fürchten, bei möglicher Kontoüberziehung von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, auch wenn es nicht notwendig wäre.