Girokonto Zinsen – bei Soll hoch, bei Haben niedrig

Die Girokonto Zinsen sind beim Guthaben niedrig, für den eingeräumten Dispositionskredit hoch und bei einer Überziehung noch höher – abgesehen von den Bankgebühren für die Kontoführung. Von der Differenz lebt die Bank.

Ein Girokonto ist heute selbstverständlich. Gehalt und Rente werden bargeldlos überwiesen, viele Ausgaben werden abgebucht oder per Geldkarte bezahlt. Die Grundlage dafür ist das Girokonto. Am Monats- oder Quartalsende kommt dann die Abrechnung der Bank. Nicht nur Gebühren fallen an, auch Girokonto Zinsen sind in der Regel entstanden – oder auch nicht, wenn das Konto im Guthaben geführt wird. Es lohnt sich, diese Abrechnung einmal genauer zu betrachten.

Zinsen und Gebühren stehen in einer gewissen Wechselwirkung. Wer eine kostenlose Kontoführung vereinbaren konnte, erhält beispielsweise keine Guthabenzinsen, obwohl er ein Mindestguthaben oder ein monatliches Durchschnittsguthaben halten muss. Andererseits kann es sich durchaus lohnen, Gebühren in Kauf zu nehmen, wenn man eine hohe Verzinsung für das Guthaben erhält – heute aber eher die Ausnahme. Ein besonderer Blick lohnt sich beim Anfall von Kreditzinsen. Ein Dispositionskredit, also ein jederzeit verfügbarer Kredit, ist gut bei kurzfristigen Geldengpässen. Bezahlt wird nur, wenn man ihn auch in Anspruch nimmt. Das ist ein Vorteil. Wenn man aber auf längere Zeit auf Kredit angewiesen ist, gibt es günstigere Zinsen bei anderen Kreditarten. Teuer wird es, wenn man den eingeräumten Kreditrahmen überzieht. Je nach Bonität des Kunden sind die Banken da sehr großzügig, weil sie hier richtig Geld verdienen. Ein Zuschlag von 5 % zum ohnehin nicht billigen Zins für den Dispositionskredit ist keine Seltenheit. Mit einer sorgfältigen Disposition kann man da sparen.

Bei ständiger Dispo-Inanspruchnahme oder gar Überziehung sollte man einen anderen Kredit in Anspruch nehmen und den Dispokredit tilgen. Wenn man die Bedingungen für die kostenlose Kontoführung nicht immer einhalten kann, sollte man Alternativen in Betracht ziehen. Oft hilft schon das Gespräch mit dem Bankberater. Die meisten Banken bieten mehrere Modelle für die Kontoführung an, mit denen auch die Girokonto Zinsen beeinflusst werden können. Der nächste Schritt wäre ein Vergleich der Konditionen zwischen einzelnen Banken. Dazu muss man heute nicht mehr den Aushang der Bank lesen. Das Internet bietet einen guten Überblick.

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