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In Edinburgh hat die Royal Bank of Schottland ihren Sitz

Die drittgrößte Bank Europas und die zehntgrößte der Welt ist die Royal Bank of Schottland, die nicht mit der privaten Bank of Scotland zu verwechseln ist. Diese Bank befindet sich zu siebzig Prozent in Staatsbesitz.

Es führt immer wieder zu Verwirrungen, dass es zwei schottische Banken gibt, die einen ähnlichen Namen tragen. Neben dem staatlichen Bank-Institut, der Royal Bank of Scotland, gibt es noch ein privates Unternehmen auf dem Kreditsektor, die Bank of Schottland. Eindeutiger sind die Abkürzungen der Banknamen RBS und HBOS. Die Royal Bank of Schottland ist nur ein Zweig der international agierenden RBS-Group, des zehntgrößten Bankinstituts der Welt. Siebzig Prozent der Anteile an der Bank hält nach wie vor der Britische Staat. Neben den Bankgeschäften ist die RBS auch ein großes Versicherungs-Unternehmen, und zwar das zweitgrößte von Großbritannien. Ihre Größe und Kapitalkraft hat die Bank der Tatsache zu verdanken, dass die Citizens Financial Group in den USA und in Südamerika ebenfalls zum Konzern der RBS gehört.

Neben Europa und Amerika ist die schottische Bank auch in Asien und sogar schon sehr lange in China aktiv. In Großbritannien ist die Royal Bank of Schottland eine der drei Banken, die das Recht zur Ausgabe eigener Banknoten haben, und zwar des Schottischen Pfunds, des offiziellen schottischen Zahlungsmittels.

Die Gründung der Bank geht auf das Jahr 1727 zurück. Dieses Bankhaus hat also in Großbritannien, genauso wie viele Einrichtungen, eine große Geschichte und Tradition. Dennoch ist es nur das zweitälteste Bankhaus in Schottland, denn die Bank of Scotland wurde bereits 1695 gegründet. Die RBS war damit nicht nur die erste Bank in Schottland, die ohne parlamentarische Zustimmung auch dem Staat Kredite gewähren durfte, sondern sie war auch die weltweit erste Bank, die den Überziehungskredit einführte, und zwar schon kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1728. Aber damit nicht genug, die königliche schottische Bank war auch die erste, die Banknoten herausgab, die von beiden Seiten bedruckt waren.

Schon früh in ihrer Geschichte zeichnete sich die Royal Bank of Scotland durch Übernahmen anderer Banken aus. Die letzte große Übernahme fand im Jahr 2000 statt, und zwar in Form einer feindlichen Übernahme der National Westminster Bank. Erst durch diese Entwicklung konnte die RBS sich in Amerika und ganz Europa ausdehnen.