DAX+0,23 % EUR/USD-0,07 % Gold-1,25 % Öl (Brent)+0,36 %

Rezession: Der Begriff für Wirtschaft im Abwärtstrend

Eine Rezession ist der Beginn einer Krise. Man erkennt sie an steigenden Arbeitslosenzahlen, sinkenden Aktienkursen und einer kleiner werdenden Industrieauslastung.

Die Wirtschaft ist bekanntlich ein sehr komplizierter und vielschichtiger Prozess. Was man davon versteht ist die Konjunktur, also ein ewiges Auf und Ab der sogenannten ökonomischen Größen. Diese sind die Beschäftigtenanzahl, das Produktionsvolumen, die Zinssätze und die Preise. Einen Auf und Abschwung nennt man Zyklus. Die Zyklen dauern zwischen 3 und zehn Jahren und setzen sich aus einem Aufschwung, dem Boom, der Rezession und der Depression zusammen, wobei der Aufschwung die Phase ist, in der die ökonomischen Größen steigen. Der Boom folgt und bezeichnet die Zeit, in der diese Größen auf dem Maximallevel sind, worauf wieder die Rezession folgt, die schließlich mit der Depression endet.

Die Beschäftigtenanzahl ist immer dann hoch, wenn die Arbeitslosenzahl logischer Weise klein ist. Auch das Produktionsvolumen ist im Boom am höchsten (100 Prozent) und sinkt in der während der Rezession, bis es bei der Depression zirka 70 Prozent beträgt, sodass dann fast jede dritte Maschine still steht.

Trotz des ständigen auf und ab der Konjunktur zeichnet sich auf Dauer, insgesamt ein steigender Trend ab. Man vermutet, dass dies daran liegt, dass immer neue Technologien entwickelt werden und in letzter Zeit keine größeren Kriege stattgefunden haben. Ein Grund für die Zyklen konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Es gibt zwar verschiedene Vermutungen für die einzelnen Krisen, wie z.B. hohe [url=http://www.wallstreet-online.de/rohstoffe/Oil_crude]Ölpreis[/url]e bei der Ölkrise oder eine Kreditblockade als Grund der aktuellen Finanzkrise, welche aber nie bestätigt werden können.

Die Rezession ist der eigentliche Auslöser einer jeden Krise, welche mit der folgenden Depression ihren Höhepunkt erreicht. Bei einer Rezession kommt es oft zu Kettenreaktionen - Die bekannteste fand am sogenannten schwarzen Freitag statt. Damals hatten Aktionäre gewisse Kurswerte bestimmt, bei denen die Aktien automatisch Verkauft werden sollten. Als die Rezession einsetzte, sanken die Kurse und die Computergesteuerten "Stop-Loss"-Order lösten den Verkauf und damit ein weiteres Absinken der Aktien aus.

Rezessionen dauern in der Regel weniger als halb so lang, wie der Aufschwung und sind in einer freien und leistungsfähigen Marktwirtschaft nicht zu verhindern. Man kann sie lediglich lindern. Man nennt die Versuche, eine Rezession zu lindern "Konjunkturpolitik", welche sie zwar weniger radikal, aber dafür länger macht.

Inhalt

Rubriken