Trend Green Business: Umweltschutz oder PR?

Unter dem Umweltschutzsiegel lassen sich Verbraucher sehr gut bei ihrem grünen Gewissen packen. Green Business liegt im Trend und hat sich den Schutz der Umwelt auf die Fahnen geschrieben. Oder ist doch nur alles PR?

Green Business ist in aller Munde und kennzeichnet das umweltorientierte Handeln von Unternehmen. Das grüne Geschäft fängt dabei mit weniger Verpackungsmüll an und endet bei groß angelegten Kampagnen zum Thema Umweltschutz. Immer mehr Unternehmen begreifen, dass der Umweltschutz alle etwas angeht und versuchen, ihren Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten. Verbraucher sollten aber genau hinschauen: Green Business kehrt sich nicht selten in Greenwashing um.

Greenwashing ist nichts anderes als Eigenwerbung im grünen Gewand. Weil Verbraucher sich mit einem grünen Aspekt sensibilisieren lassen, poliert sich auch das Unternehmensimage mit dem Thema Umweltschutz gut auf. Greenwashing ist nichts als PR und nimmt heute den Stellenwert des sozialen Engagements von Unternehmen ein. Mit scheinbar umweltfreundlichen Kampagnen, Projekten und Initiativen soll der Umweltgedanke eines Unternehmens an Verbraucher, Medien und Investoren heran getragen werden. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, was sich tatsächlich unter dem Deckmantel des Umweltschutzes verbirgt. Mit dem neuen Trend Ökostrom werben etwa gezielt Energieriesen mit umweltfreundlichen Methoden zur Stromerzeugung. Wie viele Haushalte werden aber tatsächlich mit dem groß beworbenen, umweltfreundlichen Strom versorgt? Auch die Autoindustrie wirbt mit umweltsparenden Modellen – könnte sich den neuen Energien aber schon weitaus intensiver angenähert haben.

Am Ende der grünen Kampagnen müssen die Verbraucher, Medien und Investoren selbst entscheiden, wie tief der Umweltgedanke tatsächlich im Unternehmen verankert ist. In der Praxis wird Green Business bereits von vielen Firmen betrieben und kennzeichnet alle Maßnahmen zum verbesserten Umweltschutz. Der Umweltschutz beginnt hier mit einer sparsamen Firmenflotte und wird von der Bundesregierung auch durch Fördermittel für Biodiesel, Erdgas und Autogas unterstützt.

Weitere Umweltmaßnahmen ergeben sich in Unternehmen bei der Beleuchtung und beim Stromverbrauch. Einige Firmen setzen auch auf Ökostrom, der den deutschen Bedarf aber bei Weitem nicht decken kann. Auch an Arbeitsplätzen kann etwas für die Umwelt getan werden: Mit sparsamen Computern, Monitoren und der Vermeidung von allgemeinem Abfall. All diese Aspekte sind grün.